Einbecker Bierblog

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Brauhaus erweitert Logistikzentrum

Die Einbecker Brauhaus AG erweitert ihr Logistikzentrum an der Hansestraße. Das bisherige Grundstück war zu klein geworden. Unter anderem das größer gewordene Sortiment mit insgesamt 18 verschiedenen Vollgut-Sorten Einbecker und fünf verschiedenen Leergut-Flaschensorten stellten die Brauerei-Logistiker immer mehr vor Probleme. Das Unternehmen konnte nun ein 5555 Quadratmeter großes, direkt angrenzendes Areal erwerben, das dem Brauhaus auch schon mal gehört hatte, das aber vor Jahren an die Stadt Einbeck und von dieser an das Nachbarunternehmen Kayser Automotive als potenzielle Erweiterungsfläche veräußert worden war.

Symbolischer Spatenstich von Vorstand Martin Deutsch und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (Mitte) für die Erweiterung des Logistikzentrum an der Hansestraße (im Hindergrund). Foto: Frank Bertram

Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch ist dankbar, dass dieser Rückkauf nun möglich war. Er dankte beim symbolischen Spatenstich dem Bauamt der Stadt Einbeck für die schnelle Reaktion und Kooperation, außerdem dem Planungsbüro Ludwig & Partner sowie dem Bauunternehmen Koch für die engagierte Einhaltung des engen Zeitplans, um vor dem für die Brauerei wichtigen Sommergeschäft fertig zu sein. Bevor nun die Bagger rollen konnten, haben auf der Fläche archäologische Grabungen stattgefunden.

Als erster Bauabschnitt wird auf einer zunächst 2000 Quadratmeter großen Außenfläche am Ende des Wendehammers zwischen Hansestraße und B3 ein Zwischenlager-Platz für 6000 Paletten oder 250.000 Bierkästen geschaffen. Die Brauhaus-Logistik-Tochter HSL sortiert und expediert mittlerweile 50 Prozent ihres Umsatzes mit anderen Brauereien. Außerdem wird nun die Lkw-Zufahrt verlegt, damit ein kreuzungsfreier Stapler-Verkehr ungestört vom Lkw-Verkehr ablaufen kann.

Nach dem zweiten, noch nicht terminierten Bauabschnitt wird die Brauerei rund eine Million Euro investiert haben. Um die waagerechte Logistik-Fläche am Butterberg zu erzielen, sind zurzeit 400 Lkw mit 5000 Kubikmetern Erde unterwegs. Anfang Juni soll die Außenfläche fertiggestellt sein, dann werden am Ende rund 1000 Lkw-Ladungen die Hansestraße angesteuert haben, um Erde abzufahren, Schotter und Beton anzuliefern.

Das rot umrandete Grundstück ist die Erweiterungsfläche des Logistikzentrums der Brauerei. Foto: Einbeck Brauhaus AG

Bier-Pendler

In der Verladehalle wird geladen. Der Shuttle pendelt zwischen der Papenstraße und der Logistik in der Hansestraße.

Sie sind präsent im Stadtbild, denn sie sind werktags ständig von morgens bis zum späten Nachmittag unterwegs: die Shuttle-Lkw der vom Einbecker Brauhaus beauftragten Spedition, die die Brau- und Abfüllstätte in der Papenstraße mit dem Logistikzentrum in der Hansestraße verbinden. Die 40-Tonnen-Lkw-Auflieger, in die fünf Gabelstapler-Ladungen hinein passen, strahlen im neuen Design. Alle drei Auflieger sind komplett neu und können auf dem innerbetrieblichen Transport durch das westliche Einbeck glänzen. Jeder Fahrer ist mehr als 20 Mal pro Werktag auf der Pendelstrecke unterwegs. Einer der drei Auflieger ist als „Bockbringer“ im schwarzen Bockbier-Design auf der Straße, die anderen beiden Auflieger leuchten im Einbecker Grün. Die Zugmaschine bringt den Auflieger aus Richtung Neustädter Kirchplatz durch die Brauerei, quasi auf der historischen Papenstraße, und nimmt aus der Verladehalle einen anderen Auflieger mit. Hinter der Verladehalle verlässt der Lkw nach diesem Tausch die Brauerei wieder über die Hägermauer in Richtung Logistik.

Neuer Shuttle-Auflieger in der Verladehalle der Brauerei, 25 Tonnen Ladegewicht passt da hinein.

Die Lkw-Auflieger haben eine Speziallänge, damit sie die enge Passage an der Hägermauer befahren können.

Der 40-Tonnen-Auflieger, der hier mit dem Lkw die Brauerei verlässt, ist gut 13 Meter lang.

Neuer Auflieger für den Shuttle, hier im Brauhaus-Grün.

Platz für 3,5 Millionen Bier-Flaschen

Viel Platz ist in der neuen Logistikhalle. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Die Einbecker Brauhaus AG hat eine neue Logistikhalle in ihrem Zentrum an der Hansestraße in Betrieb genommen. Diese Halle bietet auf 2500 Quadratmetern insgesamt Platz für 4000 Paletten Vollgut, das sind mehr als 3,5 Millionen Flaschen frisches Bier. „Durch die Größe der neuen Halle und den Wegfall von internem Werkverkehr verbessern wir die Warenverfügbarkeit für unsere Großhändler,“ sagt Thomas Asmer, Leiter des Logistikzentrums. „Unser Ziel sind kurze Wege.“ Den Nutzen haben nach Angaben der Einbecker Brauhaus AG vor allem die Abholer des Getränkefachgroßhandels.

Der Erweiterungsbau mit einer Investitionssumme von rund 1,5 Millionen Euro ist erforderlich geworden durch eine steigende Zahl von Artikeln und durch die Konzentration der Abfüllung am Standort Einbeck. Außerdem benötigt das Einbecker Brauhaus mehr Platz für die Sortierung des Flaschenleerguts und die Verpackung von Kleingebinden. Die freitragende Hallen-Konstruktion sorgt dafür, dass die Fläche optimal ausgenutzt werden kann. Durch eine moderne Heizungstechnik (so genannte Dunkelstrahler) ist die Halle frostfrei, der Staub wird reduziert.

Die neue Logistikhalle ist der Abschluss des 2014 begonnenen Masterplans. „Die Gesamtinvestitionen von 20 Millionen Euro haben sich gelohnt“, sagt Vorstandssprecher Lothar Gauß. „Dadurch konnten wir die Wirtschaftlichkeit und die Durchlaufzeiten in allen Bereichen deutlich erhöhen.“

Getränke am Kreisverkehr

Ist Vergangenheit: Kreisverkehr-Baustelle mit Vollsperrung vor der Tür.

Ist Vergangenheit: Kreisverkehr-Baustelle mit Vollsperrung vor der Tür.

Bier zu verkaufen ist nicht einfach. Und wenn der Getränkemarkt dann durch eine Baustelle mehrere Monate lang extrem schlecht erreichbar ist, wird das Bier verkaufen nicht leichter. Von den Umwegen, die sich während der Bauphase auf mehrere Tausend Kilometer addiert haben dürften, ganz zu schweigen, die der Shuttle-Lkw-Verkehr zwischen der Verladehalle in der Brauerei an der Papenstraße und dem Logistikzentrum der Einbecker Brauhaus AG an der Hansestraße machen musste. Aufatmen daher bei den Verantwortlichen im Brauhaus, als der Kreisverkehr Hullerser Landstraße/Insterburger Straße gestern freigegeben wurde. Die Umleitungen haben ein Ende.

Froh und dankbar, dass die Vollsperrung der Hullerser Landstraße nach vier Monaten aufgehoben wird, sind Thorsten Eikenberg als Geschäftsführer und Marion Dietsch als Betriebsleiterin der Einbecker Getränke GmbH. Die Brauhaus-Tochtergesellschaft beliefert von dem Eckgrundstück Hullerser Landstraße / Insterburger Straße aus die Mehrheit der Einbecker Gaststätten und betreibt dort auch einen Getränkeabholmarkt. Für die treuen Kunden sei es in den vergangenen 14 Wochen wirklich nicht einfach gewesen, den langen Umweg zum Einbecker Getränkemarkt über den Walkemühlenweg und Sülbecksweg zu finden, heißt es aus dem Brauhaus. Gut sei, dass die Stadt Einbeck zumindest die Zeitplanung für die Baustelle eingehalten habe und Einbecker Getränke sich nun wieder mit breitem Sortiment und dem bereitgehaltenen Equipment (Schankwagen, mobile Zapfanlagen, Stehtische, Bierzeltgarnituren) „auf kurzem Weg“ den Kunden präsentieren könne.

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