Einbecker Bierblog

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Bier wieder nur auf dem Bildschirm

Zum zweiten Mal in der Corona-Pandemie hat das Einbecker Brauhaus seine Aktionärsversammlung ausschließlich digital veranstaltet. Das Bier gab’s für die Anteilseigner heute sozusagen wieder nur auf dem Bildschirm zu sehen (oder in ein paar Tagen als „Verkostungspaket für Zuhause“). 280 der 1500 Aktionäre hatten sich zum Online-Treffen angemeldet, das entsprach 40 Prozent des Grundkapitals. Letztlich verfolgten 70 Teilnehmer die Versammlung im Live-Stream, den wieder wie im Vorjahr ein Dienstleister über die Datenleitung schickte.

Ein Blick in die Bildregie bei der Online-Hauptversammlung im Brauhaus. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Sechs Aktionäre hatten vorab 37 Fragen eingereicht, die Vorstand Martin Deutsch und Aufsichtsratsvorsitzender Robert A. Depner beantworteten. Vorstand und Aufsichtsrat wurden durch online abgegebene Stimmen mit deutlichen Mehrheiten entlastet. „Wir sind bisher überdurchschnittlich gut durch die Krise gekommen“, sagte Vorstand Martin Deutsch. Auf dem Brauereigelände in Einbeck saß der Vorstand mit den zwei Aufsichtsratsmitgliedern Robert A. Depner und Jürgen Brinkmann sowie Notar Wolfgang Borsum mit Abstand vor Kameras, die diese Online-Hauptversammlung ins Internet übertrugen.

Die Einbecker Brauhaus AG hat im vergangenen Jahr ihre Fassbier-Verluste in der Corona-Krise durch verstärkten Absatz von Flaschen- und Dosenbier fast ausgleichen können. Mit der ebenfalls gesteigerten Lohnabfüllung für andere Brauereien erreichte das Einbecker Brauhaus im Geschäftsjahr 2020 ein positives Ergebnis, das Vorstand und Aufsichtsrat am heutigen Dienstag bei einer virtuellen Hauptversammlung den Aktionären vorstellten. Wie von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen, hat die Hauptversammlung mit großer Mehrheit wegen der aktuell nicht absehbaren wirtschaftlichen Beeinträchtigungen durch die Corona-Krise beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 421.811,48 Euro auf neue Rechnung vorzutragen und wie bereits im Vorjahr keine Dividende auszuschütten.

„Die derzeitige Situation birgt noch große Unsicherheiten, insbesondere bei zu erwartenden Wertberichtigungen, obwohl wir Vorsorge getroffen haben“, begründete der Brauerei-Vorstand die erneute Dividenden-Absage – „damit wir auch 2021 schlagkräftig bleiben und Handlungsspielraum nutzen können“. Durch den Verzicht auf eine Ausschüttung bereits im vergangenen Jahr habe das Unternehmen die wichtige Eigenkapitalquote auf jetzt 45,3 Prozent steigern können – die höchste seit 25 Jahren.

In den ersten vier Monaten 2021 habe sich der Bierabsatz der Einbecker-Marken rückläufig, aber besser als der deutsche Biermarkt insgesamt entwickelt, berichtete Vorstand Martin Deutsch. 2021 werde Fassbier bis Jahresende noch weiterhin geringer als üblich abgesetzt. Durch den steigenden Lohnbrau-Bereich werde sich die Gewinnmarge aber deutlich verbessern, prognostierte der Brauerei-Vorstand. Die Einbecker Brauhaus AG strebt in diesem Jahr ein zufriedenstellendes Ergebnis an und möchte für das Geschäftsjahr 2021 auch wieder eine Dividende ausschütten.

„Die Schließung der Gastronomie hat den Bierkonsum nach Hause verlagert“, sagte Vorstand Martin Deutsch. Die Einbecker haben diese Absatzverluste durch ihre eigenen Biermarken in Flaschen nahezu ausgleichen können, berichtete Deutsch. „Unsere zwei Abfüllanlagen sind im wahrsten Sinne des Wortes rund um die Uhr heiß gelaufen.“ Die Brauerei hat von einem Zwei- in ein Dreischichtsystem umgestellt und dadurch rund 25 Prozent mehr Kapazität geschaffen. Deutsch: „Wir waren im Gegensatz zum Wettbewerb fast immer voll lieferfähig.“ Ermöglicht haben das auch Investitionen in neue Kästen und Flaschen in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro.

Hinzu kam, dass die Einbecker im vergangenen Jahr deutlich mehr fremdes Bier, das mit Tankwagen angeliefert wird, für andere Brauereien abgefüllt haben. Auch durch diese zusätzlichen Aktivitäten habe man im Krisenjahr das Unternehmensergebnis sicherstellen können, sagte Deutsch.

Die Einbecker haben allerdings auch von Unterstützungen in der Krise profitiert: Etwa 200.000 Euro hat das Unternehmen weniger für Personal aufgewendet, allein 130.000 Euro stammen dabei aus der Erstattung von Kurzarbeitergeld. In der Einbecker-Gruppe und ihren Tochterunternehmen, zu der auch die Marken Göttinger, Martini  und Kasseler gehören, arbeiten zurzeit 180 Menschen. Die Kasseler Brauhaus GmbH wurde im vergangenen Jahr zur Einbecker Immobilien GmbH umfirmiert, die jetzt alle Immobilienangelegenheiten der Braugruppe abwickelt. Laut Martin Deutsch hat es im Unternehmen dank eines konsequenten Hygienekonzepts bis dato keine Corona-Krankheitsfälle gegeben. Alle Mitarbeiter werden inzwischen zweimal pro Woche auf Covid 19 getestet.

Der Aufsichtsrat der Einbecker Brauhaus AG wurde für fünf Jahre neu gewählt. Wiedergewählt wurden Robert A. Depner (76), Bergisch-Gladbach, Vorstandsvorsitzender der Consortia Vermögensverwaltung AG Köln; er ist seit 1997 Mitglied des Aufsichtsrates und seit 2004 Vorsitzender; Jürgen Brinkmann (64), Heinersreuth, ehemaliger Geschäftsführer des Großaktionärs Ireks GmbH Kulmbach, seit 2014 im Aufsichtsrat, seit 2018 stellvertretender Vorsitzender; Kai-F. Binder (59), Pforzheim, Geschäftsführender Gesellschafter der Friebi GmbH & Co. KG Pforzheim, war bereits zwischen 2008 und 2016 Mitglied des Aufsichtsrates und ist es wieder seit 2019. Kurzfristig seine Bereitschaft zur Kandidatur zurückgezogen hatte Robert Andreas Hesse (59), Geschäftsführer der Möbel Hesse GmbH aus Garbsen – „aus persönlichen Gründen“, wie Aufsichtsratschef Depner während der Versammlung sagte. Da so kurzfristig keine Ersatzkandidatur möglich war, soll bis zur kommenden Hauptversammlung ein sechstes Aufsichtsratsmitglied gerichtlich bestellt werden. Das Gremium sei aber auch aktuell mit nur fünf Mitgliedern handlungsfähig, sagte Depner. Bei den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat wurde Knut Schiemann wiedergewählt. Neu in dem Gremium ist Irina Bohne, die in der Brauerei als Teamleiterin Einkauf und Materialwirtschaft arbeitet.

Vorstand Martin Deutsch erläuterte die Struktur der Einbecker-Braugruppe. Screenshot
Digital fand erneut die Aktionärsversammlung der Einbecker Brauhaus AG statt. Screenshot

Brauerei-Vorstand nur auf dem Bildschirm

Einbecker-Vorstand Martin Deutsch erläuterte die Zahlen online.

Die Einbecker Brauhaus AG hat erstmals in ihrer Geschichte ein Geschäftsjahr bei einer virtuellen Hauptversammlung bilanziert. Die Aktionäre waren wegen der Beschränkungen in der Corona-Pandemie nicht persönlich in Einbeck anwesend, sondern konnten sich ausschließlich mit Zugangsdaten in einen Live-Stream zuschalten und im Internet verfolgen, wie Vorstand Martin Deutsch die Zahlen für das Jahr 2019 erläuterte und in die Zukunft blickte. Auf dem Brauereigelände in Einbeck saßen der Vorstand mit den zwei Aufsichtsratsmitgliedern Robert A. Depner und Jürgen Brinkmann sowie Notar Wolfgang Borsum vor Kameras, die diese Online-Hauptversammlung ins Internet übertrugen. Die Technik funktionierte bis auf einen Mini-Tonaussetzer reibungslos, auch Dienstleister „Eulenspiegel Multimedia“ aus Magdeburg war mit dem Ablauf zufrieden.

Die Stimmabgabe erfolgte online, Fragen der Aktionäre konnten vorab eingereicht werden. Zehn Aktionäre mit insgesamt 80 Fragen haben das genutzt. Die meisten Fragen waren mit der Rede des Vorstandes allerdings schon beantwortet, auf einige Details ging Martin Deutsch gesondert ein. 193 der 1600 Aktionäre hatten sich zur Online-Versammlung angemeldet, das entsprach 40 Prozent des Grundkapitals. Vorstand Martin Deutsch begründete die virtuelle Versammlung mit der Unsicherheit, wann und ob eine Präsenzveranstaltung noch 2020 stattfinden könnte. In Zukunft sollen wieder Versammlungen mit Anwesenheit der Aktionäre organisiert werden, der Brauhauschef kann sich jedoch eine Videoübertragung von solchen Präsenzveranstaltungen vorstellen.

Kurz vor der HV (v.l.): Vorstand Martin Deutsch; Jürgen Brinkmann, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats; Robert A. Depner, Vorsitzender des Aufsichtsrats; Wolfgang Borsum, Notar. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Ursprünglich wollte die Einbecker Brauerei nach einem schwierigen Jahr 2018 wieder eine Dividende zahlen. Bei dem vor einem Jahr progostizierten Jahresüberschuss im mittleren sechsstelligen Bereich konnte der Brauerei-Vorstand mit 449.000 Euro auch Vollzug melden. Die Hauptversammlung trug den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat mit, wegen aktuell nicht absehbarer Beeinträchtigungen durch die Corona-Krise den Bilanzgewinn jedoch lieber auf neue Rechnung vorzutragen. „Damit ermöglichen sie uns eine Risikovorsorge in Höhe von 249.000 Euro“, sagte Deutsch. Die Einbecker streben für 2020 ein ausgeglichenes Ergebnis an – „für das Krisenjahr ist das sehr anspruchsvoll“, weiß der Brauereichef. Fehlende Konsumanlässe wie die ausgefallene Fußball-Europameisterschaft, aber auch ausfallende große und kleinere Veranstaltungen wie Hoffest oder Eulenfest, zwei Monate geschlossene Gastronomie und ein eingebrochener Fassbierabsatz werden sich bemerkbar machen, selbst wenn jetzt viele Gaststätten wieder eingeschränkt öffnen. Deutsch: „Es wird lange dauern, bis sich Frequenz, Umsatz und Bierabsatz auf das frühere Niveau bewegen.“

Vorstand Martin Deutsch bilanzierte das Geschäftsjahr 2019, das Jahr vor der Corona-Krise. Die Brauerei habe sich besser als der rückläufige Biermarkt entwickelt, hat im vergangenen Jahr insgesamt 539.040 Hektoliter Bier abgesetzt (-3,4 Prozent). Der Absatz der Einbecker-Eigenmarken im Inland betrug 424.624 Hektoliter gegenüber 430.467 Hektoliter im Vorjahr (-1,4 Prozent). Während die Marke Nörten-Hardenberger sogar ein Plus verzeichnen konnte (+1700 Hektoliter), entwickelte sich der Absatz der Marken Martini/Kasseler mit -15 Prozent deutlich negativ. „Die Gründe liegen vorrangig im Imageverlust aufgrund der Produktionsverlagerung nach Einbeck und der Brauereischließung in Kassel“, sagte Deutsch.

Die Einbecker haben mit der Halbliter-Dose die Absatzverluste des Vorjahres beim Mai-Urbock zurück holen können. Extrem erfolgreich gestartet sind nach den Worten des Brauerei-Vorstandes die vier neuen Produkte im Wachstumssegment der alkoholfreien Getränke. Mit dem Radler alkoholfrei und dem Natur-Radler der Marke Einbecker, dem Zwickl der Marke Nörten-Hardenberger sowie mit den gänzlich neuen Biermischgetränken „Hopfenfrucht“ (mit Beckers Bester) erfülle man auch die mehrfachen Wünsche der Aktionäre, baue das Sortiment entsprechend der Nachfragetrends um. Ein im Spätsommer 2019 installierter Kammer-Pasteurs, in dem komplette Paletten zuckerhaltiger Biermischgetränke wärmebehandelt werden können, mache diese Produkte effizient möglich, berichtete Deutsch. Durch die „Entalkoholisierungskompentenz“ der Einbecker beziehen laut Brauhaus-Vorstand zahlreiche Brauereien wachsene Mengen von alkoholfreiem Bier als Tankbier aus Einbeck.

Die Abstimmungsergebnisse wurden neben Aufsichtsratschef Robert A. Depner eingeblendet.

Bei der Rede des Vorstandes wurden Grafiken und Bilder eingeblendet, beispielsweise hier die Struktur der Einbecker-Gruppe.

Applaus, Dank und Karnevalskarten

Lothar Gauß, Robert A. Depner und Martin Deutsch (v.r.).

Mit Applaus, Dank und Karnevalskarten ist bei der Hauptversammlung der Einbecker Brauhaus AG der langjährige Vorstandssprecher von Aktionären, Aufsichtsrat und anderen Mitstreitern verabschiedet worden: Lothar Gauß geht zum 30. September mit dann 65 Jahren in den Ruhestand. Es war sein letztes Aktionärstreffen als Vorstandsmitglied. Gauß hat in Einbeck 1989 als technischer Koordinator begonnen. 1997 wurde er Vorstandsmitglied, 2011 der Sprecher des Vorstandes der Einbecker Brauerei. Zum Abschied und für den neuen Lebensabschnitt überreichte der Aufsichtsratsvorsitzende Robert A. Depner Lothar Gauß zwei Karten für die Karnevalsgesellschaft Rocholomäus in Köln, an die gewöhnlich nicht leicht heran zu kommen ist. Unter Lothar Gauß habe das Einbecker Brauhaus seine Marktposition gestärkt, der Vorstandssprecher habe sich auch in schwierigen Zeiten seiner Verantwortung gestellt.

Der scheidende Vorstandssprecher erhielt von den Aktionären nicht nur viel Applaus nach seiner letzten Bilanzrede. Die Anteilseigener entlasteten ihn und Vorstandskollegen Martin Deutsch auch mit 99,99 Prozent Zustimmung, es gab nur 131 Nein-Stimmen. Da hatte sich der Vorstand von einigen Aktionären schon überreden lassen, neben der Dividende die Entlohnung in Naturalien zu verdoppeln, von einem auf zwei Sechserträger Mai-Ur-Bock. Nicht nur, weil der Absatz eh schleppend war, sondern auch, weil von 545 angemeldeten Aktionären nur 310 erschienen waren. Mit großer logistischer Leistung war noch blitzschnell Nachschub organisiert worden, denn so viele Sechserträger hatte man ursprünglich nicht vor Ort in der PS-Halle, dass jeder zwei mitnehmen konnte. Ganz reichte es dann doch nicht, die letzten holten ihren zweiten Sixpack im Brauhaus selbst ab.

Emotionale Dankesworte gab es auch von Reinhard Ender für Lothar Gauß. Der antwortete ihm herzlich und dankte Ender, dass dieser gemeinsam mit Mitstreitern die Einbecker Brauerei vor 20 Jahren aus dem Brau & Brunnen-Konzern herausgekauft habe. „Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wo die Einbecker sonst heute wäre“, sagte Gauß. Man sei nicht immer einer Meinung gewesen in den vergangenen Jahren, sagte der Vorstandssprecher zum einstigen Vize-Aufsichtsratschef. Der Streit habe aber immer der Sache gegolten. Kennengelernt haben sich Gauß und Ender vor 36 Jahren in einer Brauerei in Essen.

Ab Oktober wird Martin Deutsch als alleiniger Vorstand das Unternehmen führen. Er wird in der zweiten Führungsebene unterstützt von Dorte Simon als kaufmännischer Leiterin und von Christoph Benseler als technischer Leiter, der neu im Einbecker Brauhaus beginnen wird.

Alles beim Alten

Aufsichtsrat und Vorstand (v.l.): Jürgen Brinkmann, Vorstandssprecher Lothar Gauß, Dr. Wilhelm Helms, Arnold Schwulera, Vorstand Martin Deutsch, Robert A. Depner, Kai Binder, Knut Schiemann, Tobias Waltl.

Aufsichtsrat und Vorstand (v.l.) im Juni 2016: Jürgen Brinkmann, Vorstandssprecher Lothar Gauß, Dr. Wilhelm Helms, Arnold Schwulera, Vorstand Martin Deutsch, Robert A. Depner, Kai Binder, Knut Schiemann, Tobias Waltl.

Im Aufsichtsrat setzt die Einbecker Brauhaus AG auf Erfahrung und Kontinuität. Einziges neues Gesicht nach den den Wahlen des Kontrollgremiums der Aktiengesellschaft ist Tobias Waltl (Geschäftsführer Wagner-Möbel, Mindelheim). Weiterhin gehören dem Aufsichtsrat Robert A. Depner (Vorsitzender), Dr. Wilhelm Helms und Jürgen Brinkmann an. Während größtenteils Wahlergebnisse von über 90 Prozent Zustimmung zu verzeichnen waren, kam Dr. Wilhelm Helms auf lediglich auf rund 56 Prozent Zustimmung der Aktionäre bei der Hauptversammlung. Ein Gegenantrag einer Aktionärsgruppe rund um Großaktionär Reinhard Ender (Köln), Helms abzulösen und stattdessen (wieder) Ender selbst im Aufsichtsrat zu etablieren, lief letztlich ins Leere und fand keine Mehrheit. Kai-F. Binder (Pforzheim) ist jetzt Ersatzmitglied im Aufsichtsrat der Einbecker Brauhaus AG. Knut Schiemann und Arnold Schwulera bleiben Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmerseite.

Die gesetzliche Frauenquote in Führungspositionen erfüllen die Einbecker Bierbrauer zu 0 Prozent. Dafür gibt es aber einen triftigen Grund: Der Aufsichtsrat hat sich nach eigener Aussage bei seinen Wahlvorschlägen davon leiten lassen, dass die Mitglieder des Kontrollgremiums die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen haben müssten, um die erforderlichen Aufgaben zu erfüllen. Und Frauen in der Brauer-Branche sind Mangelware.

Das gilt auch für den Vorstand: Im Vorstand ist keine Frau und wird es auch bis 30. Juni 2017 nicht geben, denn dafür müsste der zweiköpfige Vorstand erweitert werden, hieß es. Bis Ende Juli 2018 sind keine personellen Veränderungen im Vorstand geplant.

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