Einbecker Bierblog

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Braugerste-Erntefest in Einbeck

Die erste regionale Braugerste in Südniedersachsen ist geerntet, die beteiligten Landwirte trafen sich jetzt zum „Erntefest“ in Einbeck. Die Landfrauen haben aus Gerste eine Erntekrone gebunden. Was nicht so einfach war, denn eigentlich werden Erntekronen aus mehreren verschiedenen Getreidesorten gebunden, auch durfte die Gerste nicht zu trocken sein, erzählen die Landfrauen Inge Cramm und Sabine von Dassel. Herausgekommen ist eine ungewöhnliche Krone mit den typischen langen Gerstegrannen. Sie wird jetzt in der Münsterkirche St. Alexandri in Einbeck aufgehängt, wofür sich Pastor Daniel Konnerth im Namen der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde herzlich bedankte. Landfrau Inge Meibohm, die ihre Bindekunst bei Erntekronen gerne weitergab, habe ihm gesagt, dass bei jedem gebundenen Strauß für die Krone ein Gebet gesprochen werde, berichtete der Pastor. Aus rund 800 einzelnen kleinen Sträußen besteht die Gersten-Erntekrone…

Beim „Erntefest“ der Braugerste-Landwirte auf dem Brauereihof erläuterte Ulrich Meiser die Erntekrone. Foto: Frank Bertram

In diesem Jahr wurde von sieben landwirtschaftlichen Betrieben in Südniedersachsen gezielt für das Einbecker Brauhaus erstmals gemeinsam Sommerbraugerste angebaut. Im August sind insgesamt fast 800 Tonnen geerntet worden, die nun zu Braumalz für Einbecker Bier verarbeitet werden können. Noch liegt die Gerste in den Silos der Landwirte und wartet darauf, zur Mälzerei nach Schweinfurt gebracht zu werden.

Landwirt Heinrich Klingelhöfer aus Groß Lengden bei Göttingen mit seiner geernteten Braugerste. Foto: privat

Das Einbecker Brauhaus hatte anlässlich der abgeschlossenen Ernte die Landwirte zu einem „Erntefest“ nach Einbeck eingeladen. Bei dem Projekt „Regionale Braugerste“ engagieren sich die Landwirte Heinrich Klingelhöfer aus Groß Lengden bei Göttingen, Christoph von Breitenbuch aus Parensen und Dassel-Sievershausen, Henning und Bastian Meyer aus Katlenburg, Torsten Fröchtenicht aus Northeim-Hillerse, Markus Gerhardy aus Gieboldehausen sowie Armin Eggert und Siegbert Stieg aus Gleichen-Rittmarshausen.

Brauhaus-Marketingleiter Ingo Schrader erläuterte bei einem Rundgang durch die Brauerei: „Regionale Lebensmittel genießen hohes Vertrauen. Die regionale Herkunft ist, wenn es ums Essen und Trinken geht, für die Konsumenten noch wichtiger geworden. Diese Entwicklung greifen wir als Regionalbrauerei aktiv auf.“ Einbecker-Vorstand Martin Deutsch ergänzte: „Das regional verwurzelte Einbecker Brauhaus möchte zeigen, wo die Rohstoffe wachsen, die für Bier notwendig sind.“

Landwirt Christoph von Breitenbuch zieht ein positives Resümee: „Wir haben zum ersten Mal Sommerbraugerste angebaut. Die Hitzephase im Juli konnten die Getreidepflanzen nicht gut vertragen. Mit dem Ertrag sind wir aber dennoch zufrieden. Außerdem geht es uns ums Gesamtpaket.“ Darauf kommt es auch Markus Gerhardy an: „Das ist gelebte Regionalität“.

Mälzereigeschäftsführer Stephan Bergler: „Da hat sich eine tolle, aktive Gruppe von Landwirten gefunden. Mit der Qualität der Ernte und der Verarbeitungsfähigkeit der Braugerste können wir zufrieden sein.“ Und dabei sei es kein einfaches Jahr gewesen, nicht nur mit unterschiedlichem Erntewetter, sondern auch im Verlauf der Monate. Trotz der schwierigen Umstände und der durchaus differenzierten Ernte könne man in das Modell starten.

Beim „Erntefest“ im Brodhaus am Einbecker Marktplatz, dem ältesten Wirtshaus Niedersachsens, wurde passenderweise Gerstensuppe und Ochsenbraten mit Gerstenbratlingen zum Einbecker Bier gereicht.

Christoph Benseler, Technischer Leiter des Einbecker Brauhauses und Beiratsmitglied in der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des niedersächsischen Braugerstenanbaus und in der deutschen Braugerstengemeinschaft sowie Vorsitzender des Agrarausschusses des Deutschen Brauer-Bunds, möchte die Zusammenarbeit mit den Landwirten aus der Region weiter pflegen und intensivieren. Das sei eine sehr gute Kooperation, der Zusammenhalt unter den beteiligten Landwirten sei groß, alle lernten voneinander. Benseler: „Wir werden dieses Projekt weiterhin nach Kräften unterstützen.“ Brauhaus-Sprecher Ulrich Meiser ergänzte: „Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“

Die Braugerste-Landwirte trafen sich zum „Erntefest“ in Einbeck. Foto: Frank Bertram
Erntekrone aus Gerste. Foto: Frank Bertram
Gerstensuppe. Foto: Frank Bertram
Ochsenbraten mit Gerstenbratlingen. Foto: Frank Bertram
Bockbier-Tiramisu. Foto: Frank Bertram

Wie aus genutztem Brauwasser neue Energie entstehen kann

Für einen Liter Bier braucht es gut vier Liter Wasser. Und wenn dann das gute Bier gebraut und abgefüllt ist, bleibt Wasser übrig und war bislang ungenutztes Abwasser. Rund 180.000 Kubikmeter fallen hier jährlich beim Einbecker Brauhaus an. Doch mit diesem genutzten Brauwasser lässt sich noch etwas anfangen. Die Einbecker Brauhaus AG will durch eine brauereieigene Biogasanlage ab dem nächsten Jahr rund 913 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Möglich macht das eine Biogasproduktion durch anaerobe Abwasseraufbereitung des Einbecker Start-up-Unternehmens FlexBio Technologie GmbH.

Für den Beitrag zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz investiert die Einbecker Brauhaus AG in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 1,5 Millionen Euro. Vorstand Martin Deutsch konnte jetzt von Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, einen Förderbescheid über 559.100 Euro in Empfang nehmen. Martin Deutsch dankte der Landesregierung und der N-Bank für die Förderung, die diese Investition besser kalkulierbar mache: „Durch die Nutzung von CO₂-neutraler Bioenergie senken wir unsere Energiekosten“, sagt Deutsch. „Mit der Biogasproduktion durch anaerobe Abwasseraufbereitung leisten wir zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz.“ Zum Beispiel verbessere sich der CO₂-Fußabdruck einer 20-er 0,33l-Kiste Einbecker Brauherren Pils durch das Projekt um ungefähr 112 Gramm.

Beim Einsatz vorhandener Biosubstrate zur Energieerzeugung wird aus organischem Material durch mikrobiellen Abbau der erneuerbare Energieträger Biogas gewonnen. Die Umwandlung in elektrische und thermische Energie im brauereieigenen Blockheizkraftwerk erfolgt CO₂-neutral, informierte das Brauhaus. Damit werde die Umwelt entlastet und fossile Energieträger werden geschont. Das Land Niedersachsen unterstützt mit dem Förderprogramm „Steigerung der betrieblichen Ressourcen- und Energieeffizienz 2.0“ Unternehmen bei nachhaltigen Vorhaben, die sie wegen wirtschaftlicher Folgen der Pandemie sonst nicht durchführen könnten. Frank Doods betont: „Die Reduktion von Treibhausgasen ist wichtiger denn je. Das förderfähige Projekt der Brauerei in Einbeck trägt nachhaltig dazu bei. Das verdient Unterstützung aus Hannover.“

Das Einbecker Brauhaus wird das Projekt zur Energieeinsparung in regionaler Kooperation mit der innovativen Start-up-Firma FlexBio Technologie GmbH verwirklichen. FlexBio wurde in Göttingen gegründet und ist seit kurzem in Einbeck ansässig. Geschäftsführer Paul Bauer: „Unser Anspruch ist die Technologieführerschaft im Bereich der Abwasserreinigung, Wasserrecycling und Rückgewinnung von Energie. Nicht nur in Bezug auf die deutsche Brauwirtschaft.“ Martin Deutsch ergänzt: „Bei dem Projekt werden wir bewusst mit Partnern aus unserer Region zusammenarbeiten. Darüber freuen uns sehr.“

Im Hintergrund die Brauerei, im Anhänger eine Muster-Anlage (v.l.): Paul Bauer, Geschäftsführer FlexBio Technologie GmbH, Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch, Staatssekretär Frank Doods, Christoph Benseler, Technischer Leiter Einbecker Brauhaus AG sowie Franziska Rust, Mitarbeiterin Einkauf Einbecker Brauhaus AG. Foto: Frank Bertram

Braugerste wächst im Medienfokus

Die im März in Südniedersachsen gesäte Braugerste wächst und gedeiht auf den regionalen Äckern. Nicht mehr allzu lange, dann steht die Ernte an. Derweil sorgt das Projekt Regionale Braugerste für überregionale Aufmerksamkeit. Jetzt hat die Fachzeitschaft „Land&Forst“ berichtet und das Thema gar auf die Titelseite gehoben.

Der stellvertretende Chefredakteur des Fachblattes für die Landwirtschaft, Werner Raupert, hat sich vor Ort darüber informiert, warum Einbecker Brauhaus AG und mehrere Landwirte die Braugerste erstmals in diesem Jahr auf Äckern der Region anbauen. In Friedrichshausen bei Sievershausen im Solling fand am Feldesrand ein ausführliches Recherchegespräch mit den Landwirten Christoph von Breitenbuch und Markus Gerhardy sowie den Brauhaus-Vertretern Martin Deutsch, Christoph Benseler und Ulrich Meiser statt.

„Land&Forst“ berichtet ausführlich, wie es zu dem Projekt gekommen ist. Und gegenüber der Fachzeitschrift verrät der Brauhaus-Vorstand das langfristige Ziel. Mit der regionalen Braugerste solle gezielt „Einbecker Brauherren Pils“ gebraut werden. Mittelfristig will die Einbecker Brauerei die Hälfte der benötigen Malzmenge in Südniedersachsen ernten lassen. Langfristig möchten die Brauer die komplette jährliche Braugerstenmenge von 10.000 bis 12.000 Tonnen von regionalen Äckern beziehen. Das aber sei noch Zukunftsmusik, sagten die Brauhaus-Mitarbeiter. Erst einmal sind alle gespannt auf die erste Ernte und den Ertrag, der in diesem Premiere-Jahr erzielt werden kann.

Der Bericht von „Land&Forst“ ist hier zu finden.

Werner Raupert von „Land & Forst“ im Gespräch mit (v.l.) Martin Deutsch, Jobst von Garmissen, Christoph Benseler, Markus Gerhardy, Ulrich Meiser und Christoph von Breitenbuch. Foto: Frank Bertram
Am Feldrand sprachen Brauhaus-Vertreter und beteiligte Landwirte mit „Land & Forst“. Foto: Frank Bertram

Bier wieder nur auf dem Bildschirm

Zum zweiten Mal in der Corona-Pandemie hat das Einbecker Brauhaus seine Aktionärsversammlung ausschließlich digital veranstaltet. Das Bier gab’s für die Anteilseigner heute sozusagen wieder nur auf dem Bildschirm zu sehen (oder in ein paar Tagen als „Verkostungspaket für Zuhause“). 280 der 1500 Aktionäre hatten sich zum Online-Treffen angemeldet, das entsprach 40 Prozent des Grundkapitals. Letztlich verfolgten 70 Teilnehmer die Versammlung im Live-Stream, den wieder wie im Vorjahr ein Dienstleister über die Datenleitung schickte.

Ein Blick in die Bildregie bei der Online-Hauptversammlung im Brauhaus. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Sechs Aktionäre hatten vorab 37 Fragen eingereicht, die Vorstand Martin Deutsch und Aufsichtsratsvorsitzender Robert A. Depner beantworteten. Vorstand und Aufsichtsrat wurden durch online abgegebene Stimmen mit deutlichen Mehrheiten entlastet. „Wir sind bisher überdurchschnittlich gut durch die Krise gekommen“, sagte Vorstand Martin Deutsch. Auf dem Brauereigelände in Einbeck saß der Vorstand mit den zwei Aufsichtsratsmitgliedern Robert A. Depner und Jürgen Brinkmann sowie Notar Wolfgang Borsum mit Abstand vor Kameras, die diese Online-Hauptversammlung ins Internet übertrugen.

Die Einbecker Brauhaus AG hat im vergangenen Jahr ihre Fassbier-Verluste in der Corona-Krise durch verstärkten Absatz von Flaschen- und Dosenbier fast ausgleichen können. Mit der ebenfalls gesteigerten Lohnabfüllung für andere Brauereien erreichte das Einbecker Brauhaus im Geschäftsjahr 2020 ein positives Ergebnis, das Vorstand und Aufsichtsrat am heutigen Dienstag bei einer virtuellen Hauptversammlung den Aktionären vorstellten. Wie von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen, hat die Hauptversammlung mit großer Mehrheit wegen der aktuell nicht absehbaren wirtschaftlichen Beeinträchtigungen durch die Corona-Krise beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 421.811,48 Euro auf neue Rechnung vorzutragen und wie bereits im Vorjahr keine Dividende auszuschütten.

„Die derzeitige Situation birgt noch große Unsicherheiten, insbesondere bei zu erwartenden Wertberichtigungen, obwohl wir Vorsorge getroffen haben“, begründete der Brauerei-Vorstand die erneute Dividenden-Absage – „damit wir auch 2021 schlagkräftig bleiben und Handlungsspielraum nutzen können“. Durch den Verzicht auf eine Ausschüttung bereits im vergangenen Jahr habe das Unternehmen die wichtige Eigenkapitalquote auf jetzt 45,3 Prozent steigern können – die höchste seit 25 Jahren.

In den ersten vier Monaten 2021 habe sich der Bierabsatz der Einbecker-Marken rückläufig, aber besser als der deutsche Biermarkt insgesamt entwickelt, berichtete Vorstand Martin Deutsch. 2021 werde Fassbier bis Jahresende noch weiterhin geringer als üblich abgesetzt. Durch den steigenden Lohnbrau-Bereich werde sich die Gewinnmarge aber deutlich verbessern, prognostierte der Brauerei-Vorstand. Die Einbecker Brauhaus AG strebt in diesem Jahr ein zufriedenstellendes Ergebnis an und möchte für das Geschäftsjahr 2021 auch wieder eine Dividende ausschütten.

„Die Schließung der Gastronomie hat den Bierkonsum nach Hause verlagert“, sagte Vorstand Martin Deutsch. Die Einbecker haben diese Absatzverluste durch ihre eigenen Biermarken in Flaschen nahezu ausgleichen können, berichtete Deutsch. „Unsere zwei Abfüllanlagen sind im wahrsten Sinne des Wortes rund um die Uhr heiß gelaufen.“ Die Brauerei hat von einem Zwei- in ein Dreischichtsystem umgestellt und dadurch rund 25 Prozent mehr Kapazität geschaffen. Deutsch: „Wir waren im Gegensatz zum Wettbewerb fast immer voll lieferfähig.“ Ermöglicht haben das auch Investitionen in neue Kästen und Flaschen in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro.

Hinzu kam, dass die Einbecker im vergangenen Jahr deutlich mehr fremdes Bier, das mit Tankwagen angeliefert wird, für andere Brauereien abgefüllt haben. Auch durch diese zusätzlichen Aktivitäten habe man im Krisenjahr das Unternehmensergebnis sicherstellen können, sagte Deutsch.

Die Einbecker haben allerdings auch von Unterstützungen in der Krise profitiert: Etwa 200.000 Euro hat das Unternehmen weniger für Personal aufgewendet, allein 130.000 Euro stammen dabei aus der Erstattung von Kurzarbeitergeld. In der Einbecker-Gruppe und ihren Tochterunternehmen, zu der auch die Marken Göttinger, Martini  und Kasseler gehören, arbeiten zurzeit 180 Menschen. Die Kasseler Brauhaus GmbH wurde im vergangenen Jahr zur Einbecker Immobilien GmbH umfirmiert, die jetzt alle Immobilienangelegenheiten der Braugruppe abwickelt. Laut Martin Deutsch hat es im Unternehmen dank eines konsequenten Hygienekonzepts bis dato keine Corona-Krankheitsfälle gegeben. Alle Mitarbeiter werden inzwischen zweimal pro Woche auf Covid 19 getestet.

Der Aufsichtsrat der Einbecker Brauhaus AG wurde für fünf Jahre neu gewählt. Wiedergewählt wurden Robert A. Depner (76), Bergisch-Gladbach, Vorstandsvorsitzender der Consortia Vermögensverwaltung AG Köln; er ist seit 1997 Mitglied des Aufsichtsrates und seit 2004 Vorsitzender; Jürgen Brinkmann (64), Heinersreuth, ehemaliger Geschäftsführer des Großaktionärs Ireks GmbH Kulmbach, seit 2014 im Aufsichtsrat, seit 2018 stellvertretender Vorsitzender; Kai-F. Binder (59), Pforzheim, Geschäftsführender Gesellschafter der Friebi GmbH & Co. KG Pforzheim, war bereits zwischen 2008 und 2016 Mitglied des Aufsichtsrates und ist es wieder seit 2019. Kurzfristig seine Bereitschaft zur Kandidatur zurückgezogen hatte Robert Andreas Hesse (59), Geschäftsführer der Möbel Hesse GmbH aus Garbsen – „aus persönlichen Gründen“, wie Aufsichtsratschef Depner während der Versammlung sagte. Da so kurzfristig keine Ersatzkandidatur möglich war, soll bis zur kommenden Hauptversammlung ein sechstes Aufsichtsratsmitglied gerichtlich bestellt werden. Das Gremium sei aber auch aktuell mit nur fünf Mitgliedern handlungsfähig, sagte Depner. Bei den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat wurde Knut Schiemann wiedergewählt. Neu in dem Gremium ist Irina Bohne, die in der Brauerei als Teamleiterin Einkauf und Materialwirtschaft arbeitet.

Vorstand Martin Deutsch erläuterte die Struktur der Einbecker-Braugruppe. Screenshot
Digital fand erneut die Aktionärsversammlung der Einbecker Brauhaus AG statt. Screenshot

Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch im Interview

In der Jahrhunderte langen Geschichte des Einbecker Bieres dürfte man sehr lange zurück blicken müssen, um ein ähnlich schwieriges Jahr wie 2020 zu finden. Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Einbecker Brauhaus AG?

Nach Beginn des ersten Lockdowns hagelte es Veranstaltungsabsagen beinahe im Minutentakt, und damit meine ich nicht allein regionale Events wie unser Hoffest oder das Einbecker Eulenfest, sondern auch internationale Großveranstaltungen wie zum Beispiel die Fußball-Europameisterschaft. Auch unser Export wurde gestoppt, als viele Grenzen geschlossen wurden – eine Situation, wie wir sie nie für möglich gehalten hätten.

Wie waren Kunden des Einbecker Brauhauses betroffen?

Die Gastronomie musste während inzwischen zwei Lockdown-Phasen komplett schließen, kein gezapftes Bier ging mehr über die Theken. Unser margenstarker Fassbier-Absatz sank zeitweise auf Null. Wenn man weiß, dass eine Brauerei auf den zwei Beinen Fassbier und Flaschenbier läuft, kann sich jeder unsere Beeinträchtigung vorstellen: Es läuft sich nicht mehr so gut. Mit den Gastronomen sind wir seit Beginn im Gespräch, haben Tilgungen ausgesetzt und Fassbier zurückgenommen. Wir alle wünschen uns, bald wieder in der Gastronomie sitzen, ein Bier trinken und gut essen zu können. Ich glaube, erst dann wird vielen Menschen bewusst, welchen kulturellen und sozialen Stellenwert Gaststätten, Restaurants und Kneipen in unserer Gesellschaft haben.

Konnten Sie in der beginnenden Corona-Pandemie helfen?

Als Teil der Lebensmittelindustrie haben wir ja ohnehin Desinfektionsmittel vor Ort. In den ersten Wochen konnten wir so die Feuerwehr und Polizei in Einbeck unterstützen. Das gebrauchsfertige und selbsttrocknende Mittel auf Ethanolbasis dient bei uns zur wirksamen Desinfektion von technischen Oberflächen. Es konnte zum fortlaufenden Desinfizieren der Feuerwehrgerätschaften und des Empfangstresens der Polizeistation sowie der Bedienelemente der Funkstreifenwagen zum Einsatz kommen. Leider konnten wir in der Anfangsphase nicht, wie das andere Hersteller getan haben, Alkohol für Desinfektionsmittel bereitstellen, weil der Abfallalkohol unserer Entalkoholisierung dafür nicht geeignet ist.

Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen?

Für unsere Mitarbeiter lautet extreme Distanz das Gebot dieser Zeit. So gibt es beispielsweise keine Schichtübergaben mehr. Das soziale Leben in der täglichen Zusammenarbeit ist durch das Abstandgebot zum Erliegen gekommen – bis hin zur Absage der Weihnachtsfeier. Wir haben im Frühjahr sofort und sehr kurzfristig Homeoffice-Möglichkeiten geschaffen und dabei nicht nur Hardware und Software zur Verfügung gestellt, sondern auch höchste IT-Sicherheitsbedingungen berücksichtigt. Außer der Absage von Veranstaltungen haben wir außerdem unseren Fan-Shop schließen müssen und natürlich unseren Außendienst gestoppt. Auch Brauerei-Besichtigungen dürfen bis zum heutigen Tage nicht mehr stattfinden. Für unsere Kunden haben wir sofort die Aktionen „Flasche hilft Fass“ und „Einbecker gibt einen aus“ aufgelegt. Die Fass-Abfüllung ist zwar auf Null gefallen, dafür mussten wir aber in der Flaschenabfüllung im Sommer Zusatzschichten fahren, um die gestiegene Nachfrage befriedigen zu können.

Welche Unterstützung hat das Einbecker Brauhaus erhalten und in Anspruch genommen?

Erstmals in der Geschichte der Einbecker Brauhaus AG mussten wir Kurzarbeit einführen, insgesamt 14 Mitarbeiter waren 52 Wochen in Kurzarbeit und haben entsprechendes Kurzarbeitergeld erhalten. Die Kurzarbeit für das gesamte Unternehmen ist heute beendet. Ich möchte allen für ihre Flexibilität und Solidarität in dieser Phase danken. Stundungsmöglichkeiten beispielsweise bei der Biersteuer haben wir nicht in Anspruch genommen. Für andere Hilfemaßnahmen waren die Voraussetzungen nicht erfüllt. Unser Betriebsrat hat uns in der gesamten Zeit sehr gut unterstützt. Bislang haben wir keine Mitarbeiter entlassen müssen. Und das bleibt auch in Zukunft unser Ziel.

Welche Erfolge hat die Einbecker Brauhaus AG erreicht?

Wir haben mit einer nur kurzen Vorbereitungszeit und mit überschaubarem Aufwand die erste virtuelle Hauptversammlung der deutschen Getränkeindustrie auf die Beine gestellt. Und schließlich sind durch unsere Maßnahmen und mit persönlicher Disziplin und Vorsicht aller unsere Mitarbeiter alle gesund geblieben.

Was würden Sie sagen: Wie hat das Einbecker Brauhaus bislang die Krise gemeistert?

Im Rahmen der Möglichkeiten gut. Eine Prognose kann man aber eigentlich gar nicht treffen. Wir können nur hoffen, dass sich die Situation in der Gastronomie spätestens im Sommer wieder verbessert. Ein Lichtblick ist unser neues Produkt „Hopfenfrucht“. Regionalität ist unsere Antwort. Unsere Kooperation mit der Firma beckers bester verläuft erfolgreich. Wir haben das erste Biermischgetränk Deutschlands auf den Markt gebracht, das ohne Zucker, Süßungsmittel und künstliche Aromen auskommt. Alkoholfreies Premium-Bier trifft auf naturbelassenen Direktsaft. Unsere „Hopfenfrucht“ liegt voll im Trend, hat Null Alkohol und ist vegan.

Haben die beiden Lockdowns unterschiedlich weh getan?

Die Stimmung war im ersten Lockdown besser. Damals hat man noch eher ein Bier über den Gartenzaun getrunken, es wurde Sommer. Der Verkauf von Flaschenbier stieg an. Im zweiten Lockdown ist die Stimmung deutlich schlechter, es war Winter und es gab keine Verzehranlässe für Bier mehr. Wirtschaftlich war der erste Lockdown extrem, weil eigentlich gerade bei bestem Wetter die Außensaison hätte starten können, unsere Maibock-Saison. Und gerade da waren alle Gaststätten geschlossen. Das war schon traurig. Der zweite Lockdown tut noch mehr weh, weil er so lange andauert.

Konnten Sie sich auf den zweiten Lockdown dann besser vorbereiten?

Nein, das kann man nicht. Aber natürlich haben wir aus den Erfahrungen des ersten Lockdowns gelernt, was Disposition und Lagerhaltung betrifft.

In jeder Krise ist eine Chance verborgen, sagt man. Welche neuen Erfahrungen und Möglichkeiten können Sie bislang entdecken?

Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist noch einmal stark gewachsen. Das hat sich beim Einsatz und der Flexibilität der Mitarbeiter gut gezeigt. Es gibt eine Bereitschaft zum Wandel. Im Einbecker Brauhaus ist agiles Arbeiten kein Problem. Die Corona-Krise hat auch einen Digitalisierungsturbo gebracht, heutzutage sind Videokonferenzen zum Alltag geworden und für manche Themen eine gute Möglichkeit, sich schnell und effizient auszutauschen. Selbstverständlich sind persönliche Treffen unschlagbar und für einige Themen auch unabdingbar. Aber oftmals geht es ja auch nur um die persönliche Bereitschaft und innere Einstellung, modernere Gesprächsformate überhaupt zuzulassen. Wenn dieser innere Wandel erreicht ist, haben wir zumindest eine weitere Möglichkeit zur Auswahl.

(Das Interview hat am 15. März 2021 stattgefunden)

Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch. Foto: Einbecker Brauhaus AG
Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Ein „Tag des Bieres“ in besonderen Zeiten

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Einbecker Brauhaus AG? Das wollte der NDR zum „Tag des Bieres“ (23. April) bei einer Live-Schalte in der Brauerei genauer erfahren. Reporter Peter Jagla hatte sich mit seinem Team in der Fassabfüllung angesagt, die seit November stillsteht. Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch konnte in dem rund zweiminütigen Interview erläutern, dass die Brauerei zwar in der Krise ihre Flaschenabfüllung habe steigern können, dass damit aber der wegbrechende Fassbierabsatz nicht ausgeglichen werden könne. Deutsch zeigte das plastisch mit einem Größenvergleich zwischen Bierflasche und Metall-Bierfass.

Es sei ein wesentlich höherer Aufwand, die gleiche Menge Bier in vielen Flaschen statt in großen Fässern an die Kunden zu bringen. „Bei der Flasche ist viel Abfüllaufwand mit hohen Kosten, beim Fass weniger Aufwand mit hoher Marge.“ NDR-Mann Peter Jagla brachte es auf den Punkt: „Der Brauer braucht das Fass.“

Brauhaus-Chef Martin Deutsch konnte im TV darüber berichten, dass die Flaschenabfüllung am Dienstag erstmals wieder kurz gelaufen sei. Denn der Export ziehe langsam wieder an, der Importeur aus Italien habe den ersten Lkw mit Einbecker Bier geordert, weil dort bereits Gastronomie wieder öffnen dürfe. Während der zweiminütigen Live-Schalte wäre ein 250-Liter-Fass abgefüllt gewesen, berichtete Jagla zum Schluss. „Hier in Einbeck hoffen alle, dass das Geschäft so schnell wie möglich wieder Fahrt aufnimmt und dass dann wieder viel Bier getrunken wird, in Kneipen und Bierzelten und auf großen Veranstaltungen.“

Die NDR-Sendung ist abrufbar in der Mediathek hier (Einbeck ab 8:13 Minuten), allerdings nur bis 29. April 2021.

Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch im Live-Interview mit NDR-Reporter Peter Jagla. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Brauhaus erweitert Logistikzentrum

Die Einbecker Brauhaus AG erweitert ihr Logistikzentrum an der Hansestraße. Das bisherige Grundstück war zu klein geworden. Unter anderem das größer gewordene Sortiment mit insgesamt 18 verschiedenen Vollgut-Sorten Einbecker und fünf verschiedenen Leergut-Flaschensorten stellten die Brauerei-Logistiker immer mehr vor Probleme. Das Unternehmen konnte nun ein 5555 Quadratmeter großes, direkt angrenzendes Areal erwerben, das dem Brauhaus auch schon mal gehört hatte, das aber vor Jahren an die Stadt Einbeck und von dieser an das Nachbarunternehmen Kayser Automotive als potenzielle Erweiterungsfläche veräußert worden war.

Symbolischer Spatenstich von Vorstand Martin Deutsch und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (Mitte) für die Erweiterung des Logistikzentrum an der Hansestraße (im Hindergrund). Foto: Frank Bertram

Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch ist dankbar, dass dieser Rückkauf nun möglich war. Er dankte beim symbolischen Spatenstich dem Bauamt der Stadt Einbeck für die schnelle Reaktion und Kooperation, außerdem dem Planungsbüro Ludwig & Partner sowie dem Bauunternehmen Koch für die engagierte Einhaltung des engen Zeitplans, um vor dem für die Brauerei wichtigen Sommergeschäft fertig zu sein. Bevor nun die Bagger rollen konnten, haben auf der Fläche archäologische Grabungen stattgefunden.

Als erster Bauabschnitt wird auf einer zunächst 2000 Quadratmeter großen Außenfläche am Ende des Wendehammers zwischen Hansestraße und B3 ein Zwischenlager-Platz für 6000 Paletten oder 250.000 Bierkästen geschaffen. Die Brauhaus-Logistik-Tochter HSL sortiert und expediert mittlerweile 50 Prozent ihres Umsatzes mit anderen Brauereien. Außerdem wird nun die Lkw-Zufahrt verlegt, damit ein kreuzungsfreier Stapler-Verkehr ungestört vom Lkw-Verkehr ablaufen kann.

Nach dem zweiten, noch nicht terminierten Bauabschnitt wird die Brauerei rund eine Million Euro investiert haben. Um die waagerechte Logistik-Fläche am Butterberg zu erzielen, sind zurzeit 400 Lkw mit 5000 Kubikmetern Erde unterwegs. Anfang Juni soll die Außenfläche fertiggestellt sein, dann werden am Ende rund 1000 Lkw-Ladungen die Hansestraße angesteuert haben, um Erde abzufahren, Schotter und Beton anzuliefern.

Das rot umrandete Grundstück ist die Erweiterungsfläche des Logistikzentrums der Brauerei. Foto: Einbeck Brauhaus AG

Unter dem Baum für Bäume spenden

Das Einbecker Brauhaus lässt zu Weihnachten 1500 Bäume pflanzen. Sozusagen. Denn das Unternehmen verzichtet auch in diesem Jahr auf Weihnachtsgeschenke für Geschäftspartner, spendet stattdessen für einen guten Zweck vor Ort. Eine Spende von 1500 Euro, die ungefähr der gleichen Zahl von jungen Baumpflanzen entspricht, hat Brauerei-Vorstand Martin Deutsch zusammen mit einem symbolischen kleinen Bäumchen an Denise Wery überreicht, der Mitorganisatorin des „Leinetaler Waldprojekt“.

Zum Auto fahren gehören längst auch Fragen nach CO2-Ausstoß, Stickoxid- und Feinstaubwerten und deren Reduzierung. Neben modernsten Technologien, um die Schadstoffausstöße der Autos zu minimieren, ist es Steve Wery und der Autohaus Leinetal GmbH ein besonderes Anliegen, etwas in Sachen Umweltschutz bzw. Umweltregeneration zu unternehmen. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee „Leinetaler Waldprojekt“: Ein wichtiger, bislang vernachlässigter Aspekt ist die Bindung von CO2.

Mitorganisatorin Denise Wery bedankte sich für die Spende des Einbecker Brauhauses und sagte: „Unser Anliegen ist es, etwas in Sachen Umweltregeneration zu unternehmen. Kohlendioxid wird von den Bäumen aufgenommen, im Holz gespeichert und somit der Umwelt entnommen. Wird der Baum gefällt und verarbeitet, verbleibt das CO2 im Holz und kann so keinen Schaden mehr anrichten.“

Mit der Unterstützung durch das Einbecker Brauhaus kann das Projekt bei der nächsten Pflanzung den bei den Forstgenossenschaft Elvershausen/Katlenburg-Lindau, Echte und Langenholtensen/Northeim bereits gepflanzten 16.000 Bäumen ungefähr 1500 weitere hinzufügen.

Martin Deutsch erläuterte: „Durch die CO2-Besteuerung ab Beginn des neuen Jahres wird uns allen die Frage des ‚grünen Fußabdruckes‘ aktuell vor Augen geführt. Wir freuen uns, hier in unserer Region gemeinsam mit anderen Partnern ein gutes, richtungsweisendes Projekt zu unterstützen.“

In Hildesheim gingen zum Weihnachtsfest in diesem Jahr vom Einbecker Brauhaus 1500 Euro an die Hildesheimer Tafel, und in Peine, dem Sitz der BrauManufaktur Härke, gehen 1000 Euro an die Bürgerstiftung Peine.

Einen symbolischen Bonsai-Baum bekam Denise Wery aus den Händen von Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch – und natürlich den Spendenscheck.

„Hopfenfrucht“ für den Deutschen Marketing-Preis nominiert

Der Marketing-Club Göttingen hat die Einbecker Brauhaus AG und Beckers Bester mit ihrem neuen, im März auf den Markt gebrachten Saftler „HopfenFrucht“ für den Deutschen Marketing-Preis 2020 nominiert. Die Preise werden am 3. Dezember online vergeben.

Nominiert für den Marketing-Preis: die Hopfen-Frucht. Foto: Einbecker Brauhaus AG

„Durch die Nominierung der Einbecker Brauhaus AG und Beckers Bester mit ihrem neuen Biermischgetränk HopfenFrucht würdigen wir eine wahrlich erfrischende Innovation aus unserer Region“, erklärten Präsident Ulrich Büchner und Vorstand Thomas Franke in einer Pressemitteilung des Marketing-Club Göttingen.

„HopfenFrucht“ ist eine Kombination aus alkoholfreiem Bier 0,0 Prozent von Einbecker und Direktsaft von Beckers – mit vollem Geschmack, aber ohne Extrakte, Konzentrate, zugesetztem Zucker oder Süßstoffe. In Deutschland wurde mit HopfenFrucht nach eigenen Angaben eine neue Kategorie in der Getränkelandschaft geschaffen: der Saftler. „Der Geschmack ist nicht mit den üblichen Biermischgetränken vergleichbar“ betonte Martin Deutsch, Vorstand der Einbecker Brauhaus AG. „Ich bin sehr beeindruckt, was unser Team gemeinsam mit den Einbeckern entwickelt haben“, ergänzte Sebastian Koeppel als Inhaber von Beckers Bester. Die leichte Hopfennote harmoniere hervorragend mit dem Geschmack der Traube.

Der Deutsche Marketing Preis ist seit 1973 ein Gütesiegel für Spitzenleistungen im deutschen Marketing. Wichtige Kriterien für die Auswahl der jährlichen Preisträger sind ein integriertes Marketing-Konzept, die gewählte Strategie sowie der kluge Einsatz von Techniken und Instrumenten des Marketings. Ebenfalls bewertet werden die im Marketing berücksichtigte soziale, ökologische und gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens wie auch spezifische Produkt- oder Markenführungsstrategien. In der Wirtschaftsregion Südniedersachsen ist der Marketing-Club Göttingen als Berufsverband die nach eigenen Angaben erste Adresse für alle, die sich dem Marketing und der marktorientierten Unternehmensführung verschrieben haben. Im Fokus stehe die professionelle Auseinandersetzung mit den neuesten Entwicklungen und Erkenntnissen im Marketing, heißt es in der Presseinfo. Als Mitglied des Deutschen Marketing Verbandes mit über 14.000 Führungskräften und
marketingorientierten Unternehmen gehört der Marketing Club Göttingen zur bundesweit größten Vereinigung von im Marketing Verantwortlichen in Praxis und Lehre.

Drei neue Azubis im Brauhaus

Trotz der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden herausfordernden Wirtschaftslage hält das Einbecker Brauhaus an seiner Ausbildungsquote von acht Prozent fest. Insgesamt absolvieren momentan zehn junge Menschen eine Ausbildung in der Einbecker Brauerei. Zum Monatsbeginn haben drei Azubis begonnen: Collin White und Linus Döring wollen den Beruf des Industriekaufmanns erlernen, Bastian Baumann den traditionsreichen Handwerksberuf des Brauers und Mälzers.

Der erste Tag stand im Zeichen des Kennenlernens und vermittelte den Auszubildenden einen ersten Eindruck in ihre gewählten Ausbildungsberufe und in ihre neue berufliche Heimat der nächsten drei Jahre. Die Verantwortlichen im Einbecker Brauhaus wünschten allen eine gute Ausbildung und waren bei der Grundsteinlegung für die berufliche Karriere – unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften – bestrebt, den Neuankömmlingen einen interessanten und erlebnisreichen ersten Tag zu bieten. Vorstand Martin Deutsch verband die Begrüßung mit einem Apell: „Bringen Sie sich selbstbewusst und selbstständig ins Unternehmen ein.“

Die Qualität der praxisbezogenen Ausbildung in der Einbecker Brauhaus AG wird auch in diesem Jahr durch die guten Ergebnisse der Abschlussprüfungen belegt. So haben Ende Juli 2020 Julia Thöne und Louis Meyer (beide Industriekaufleute) sowie Philipp Ilsemann (Einzelhandelskaufmann) ihre Ausbildung mit Erfolg beendet. Gerade in Hinblick auf die aktuelle Lage freut sich die Einbecker Brauhaus AG, Julia Thöne und Philipp Ilsemann in ihren erlernten Berufen weiterbeschäftigen zu können, heißt es in einer Pressemitteilung.

Vorstand Martin Deutsch, Karina Heider (Personalabteilung), Knut Schiemann (Betriebsratsvorsitzender), Bastian Baumann, Collin White, Linus Döring, Markus Körner (Ausbilder), Julia Thöne (Jugend- und Auszubildendenvertreterin) und Dorte Simon (kaufmännische Leiterin). Foto: Einbecker Brauhaus AG

 

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