Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Archiv für die Kategorie “Allgemein”

Brauhaus-Weihnachtsspende für Neu-Deli

Zu Weihnachten verzichtet die Einbecker Brauhaus AG traditionell auf Weihnachtsgeschenke für Geschäftspartner und spendet stattdessen für einen guten Zweck vor Ort. So auch in diesem Jahr. Eine Spende in Höhe von 1000 Euro überreichte PR-Leiter Ulrich Meiser im Namen des Einbecker Brauhauses an Eckhart Hüser, den Vorsitzenden des neuen Vereins Einbecker Lichtspielfreunde, der das Deli-Kino als Kulturhaus „Neu-Deli“ neu beleben will.

Das frühere Deli-Kino in der Münsterstraße im Herzen von Einbeck war vor einiger Zeit dem Kinosterben zum Opfer gefallen. Der kleine, gemeinnützige, 2020 gegründete Verein Einbecker Lichtspielfreunde hat sich zum Ziel gesetzt, das Kino mit seinem Dekorationsstil der 1970-er Jahre als offenes Kulturhaus zu betreiben. Die Mitglieder und ehrenamtlichen Helfer möchten dort ausgewählte Filme zeigen, die man sonst nicht im Kino sehen kann, und Kulturveranstaltungen anbieten wie Konzerte und Lesungen. Eckhart Hüser: „Wir sind davon begeistert, in einem historischen Gebäude einen Ort der Begegnung und der Lebensfreude zu schaffen.“

Am Sonnabend vor dem 1. Advent sollte eine neue Bühne mit einem Konzert von Christina Rommel und ihrer Band eingeweiht werden. Diese Veranstaltung musste pandemiebedingt kurzfristig auf 14. Mai 2022 verschoben werden. Christina Rommel kam zur Überraschung der Einbecker Lichtspielfreunde dennoch zu einem Besuch nach Einbeck, um den besonderen Veranstaltungsort kennenzulernen und die neue Bühne auszuprobieren; ein kleiner Kreis konnte dabei sein und zuhören. Christina Rommel erklärte laut einer Presseinformation des Einbecker Brauhauses: „Künstler haben eine ziemlich harte Zeit hinter sich. Auf Einbeck habe ich mich die ganze Zeit gefreut! Ich möchte den Einbecker Lichtspielfreunden mit meinem Besuch Mut machen, Träume zu haben und weiterzumachen.“

Weihnachtsspende an einem Original-Stuhl der ehemaligen Kino-Loge im Deli: Brauhaus-Sprecher Ulrich Meiser (r.) überreichte den smybolischen Scheck an Eckhart Hüser, den Vorsitzenden der Einbecker Lichtspielfreunde. Foto: Frank Bertram

Der größte Bierkasten Niedersachsens steht in Einbeck

Für die einen ist es die größte Bierkiste Niedersachsens, für andere die schönste Hülle um eine Trafostation und für manche auch der markanteste Baustellenbau Einbecks: Auf dem Neustädter Kirchplatz vor den Toren der Brauerei ist jetzt ein überdimensionaler Bierkasten der Sorte Brauherren Pils ein Hingucker am Tage und dank Beleuchtung auch abends und in der Nacht. Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch, Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Cranen und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek drückten heute nicht nur symbolisch den Lichtschalter für die Einbecker-Bierkiste XXL.

Es werde Licht (v.l.): Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch, Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Cranen und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek am desinfizierten Buzzer. Foto: Frank Bertram

Gestaltet wurde der große Bierkasten vom Einbecker Messebau-Unternehmen Alex, welches die sich hinter der Hülle aus Lkw-Plane versteckende Trafostation mit einem Traversenbau einhauste und auf diese Konstruktion die Hülle mit dem Bierkasten-Druck zog. 6 Meter x 4,50 Meter x 3,35 Meter ist die Bierkiste XXL groß. Für Wartungsarbeiten am Trafo kann die Folienhülle natürlich gelupft werden. „Wir haben eine Brauherren-Pils-Kiste maßstabsgerecht vergrößert“, sagt Messebauer-Chef Hendrik Alex. Die Initiative war relativ spontan entstanden, für ein flexibles Messebauer-Team natürlich kein Problem.

Brauerei-Vorstand Martin Deutsch hatte die Idee, er hatte in dem seit einigen Monaten schon auf der noch einige Monate dauernden Baustelle am Neustädter Kirchplatz stehenden Trafo sofort die Maße einer Bierkiste entdeckt. Und weil sich der eigentlich an diesem Platz vorgesehene Pavillon noch verzögern wird, hatte die Stadt Einbeck kein Problem damit, die Übergangslösung zu dulden.

90 Kubikmeter Raum umfasst der XXL-Bierkasten, hat Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch ausgerechnet. Genug Platz für rechnerisch 2800 „normale“ Bierkisten oder Bierflaschen mit 18.000 Litern Inhalt, die in den übergroßen Getränkekasten passen würden.

6 Meter mal 4,50 Meter mal 3,35 Meter – das sind die Maße der größten Bierkiste Niedersachsens. Foto: Frank Bertram
Auf dem Neustädter Kirchplatz vor Amtsgericht und Brauerei steht die überdimensionale Bierkiste. Foto: Frank Bertram
Eine Brauherren-Kiste maßstabsgerecht vergrößert umschließt den Trafo. Foto: Frank Bertram
Abends wird der Bierkasten beleuchtet. Foto: Frank Bertram

Weihnachtsbaumkugeln aus Einbecker Kronkorken

Bald soll der Weihnachtsbaum den Einbecker Marktplatz wieder festlich schmücken und vorweihnachtliche Stimmung in der Innenstadt verbreiten. Engagiert hat das YoungArt-Team um Patricia Keil mit viel Engagement an der neuen Weihnachtsbaumdekoration gearbeitet, und auch einige Einbecker Bürger beteiligten sich an der ersten großen Bastelaktion in der“ Jungen Linde“. Am kommenden Sonntag, 14. November, wird die Aktion wiederholt. Interessierte sind ab 14 Uhr eingeladen, diesmal in die Tangobrücke (Lange Brücke 1), um selbst kreativ zu werden.

Die bekannten Anhänger der vergangenen Jahre bekommen ein neues Design und werden durch weitere Elemente ersetzt, heißt es in einer Pressemitteilung der Einbeck Marketing GmbH, die für Weihnachtsbeleuchtung, Weihnachtsbaum und Weihnachtsdorf zuständig ist. Nach der guten Zusammenarbeit mit den Harz-Weser-Werken und der Jugendwerkstatt Einbeck vor sechs Jahren ist in diesem Jahr eine Kooperation mit Patricia Keil zustande gekommen. Sie zaubert mit dem YoungArt-Team der „Jungen Linde“ individuellen Baumschmuck, der die Einbecker Themen Fachwerk, Bier und Blaudruck aufgreift.

Kreative Weihnachtsbaumkugeln aus Einbecker Kronkorken. Foto: Einbeck Marketing GmbH

Die Einbecker und ihre Besucher können sich auf Figuren in Fachwerkoptik und große Blaudruck-Schleifen für den Baum, gesponsert vom Einbecker Blaudruck, freuen. „Natürlich darf das Bier nicht fehlen, daher wird es wunderschöne Weihnachtsbaumkugeln in verschiedenen Farben geben, die aus den Kronkorken des Einbecker Brauhaus bestehen“, freut sich Patricia Keil von „Fachwerk Hooray“. Bei Fragen zu der Aktion steht Patricia Keil per E-Mail unter patricia@jungelin.de zur Verfügung.

Wer sich beteiligen möchte, jedoch nicht gerne bastelt, kann gerne noch für die Anbringung der Weihnachtsbeleuchtung und des Weihnachtsbaumschmucks hier spenden. In diesem Zusammenhang möchte sich die Einbeck Marketing GmbH bei den Hauptsponsoren, Einbecker Brauhaus AG und Einbecker Blaudruck, sowie Patricia Keil und allen weiteren Sponsoren und Helfern bedanken.

Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz in Einbeck. Archiv-Foto: Frank Bertram

In Einbeck kommt Brauwasser auf den politischen Tisch

Man sagt, Wasser wird erst gut, wenn es durch eine Brauerei geflossen ist. Dieser Satz ist nicht nur richtig, er steht auch auf den Etiketten des „Einbecker Brauwasser“, des mit wenig Kohlensäure versetzten Einbecker Brauwassers, bei dem es ungehopft nicht ganz zum Bier gereicht hat, das aber zu jeder Tageszeit ein erfrischender Genuss ist. „Brauwasser“-Flaschen stehen jetzt auch bei Beratungen von politischen Gremien auf den Sitzungstischen.

Das „Einbecker Brauwasser“ in der Individualflasche von Einbeck in Klarglas wurde durch die Neuheit Hopfenfrucht erst möglich. Denn die typische Bierflasche aus Einbeck, ohne wesentliche Änderungen seit 1851 in Gebrauch und markenrechtlich geschützt, gab es immer nur in Grünglas, aber nicht transparent. Das änderte sich erst mit dem neuen Produkt Hopfenfrucht.

Die Stadtwerke Einbeck, Trink- und Brauwasserlieferant vor Ort, forcierte das „Einbecker Brauwasser“ zum Freibad-Jubiläum 2020 und ließ damals das Wasser erstmals von der Brauerei in Weißglas-Flaschen abfüllen. Geschäftsführer Bernd Cranen hatte die Initiative ergriffen. Das Freibad-Jubiläum wurde dann zwar wegen der Pandemie etwas anders gefeiert als ursprünglich geplant. Das „Einbecker Brauwasser“ jedoch blieb, erhielt im besten Einvernehmen mit den Stadtwerken ein vom Jubiläum unabhängiges neues Etikett mit dem oben genannten Satz. „Einbecker Brauwasser“ können die Kunden indes bislang nur in sehr wenigen ausgewählten Getränkemärkten kaufen, beispielsweise bei der Brauhaus-Tochter „Einbecker Getränke“ in Einbeck an der Hullerser Landstraße oder bei „Big Durst Cello“ in Peine-Stederdorf.

„Das Einbecker Brauwasser erfreut sich großer Beliebtheit“, sagt Brauerei-Sprecher Ulrich Meiser. „Da spielt regionale Verbundenheit eine große Rolle. Im Altkreis Einbeck steht es dem Vernehmen nach auf den Besprechungstischen praktisch aller namhaften Unternehmen.“ Und jetzt wird es auch bei Rats- und Ausschusssitzung sowie anderen Treffen im Einbecker Rathaus angeboten.

Brauwasser-Flasche bei der konstituierenden Sitzung des Einbecker Stadtrates. Foto: Frank Bertram

Braugerste-Erntefest in Einbeck

Die erste regionale Braugerste in Südniedersachsen ist geerntet, die beteiligten Landwirte trafen sich jetzt zum „Erntefest“ in Einbeck. Die Landfrauen haben aus Gerste eine Erntekrone gebunden. Was nicht so einfach war, denn eigentlich werden Erntekronen aus mehreren verschiedenen Getreidesorten gebunden, auch durfte die Gerste nicht zu trocken sein, erzählen die Landfrauen Inge Cramm und Sabine von Dassel. Herausgekommen ist eine ungewöhnliche Krone mit den typischen langen Gerstegrannen. Sie wird jetzt in der Münsterkirche St. Alexandri in Einbeck aufgehängt, wofür sich Pastor Daniel Konnerth im Namen der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde herzlich bedankte. Landfrau Inge Meibohm, die ihre Bindekunst bei Erntekronen gerne weitergab, habe ihm gesagt, dass bei jedem gebundenen Strauß für die Krone ein Gebet gesprochen werde, berichtete der Pastor. Aus rund 800 einzelnen kleinen Sträußen besteht die Gersten-Erntekrone…

Beim „Erntefest“ der Braugerste-Landwirte auf dem Brauereihof erläuterte Ulrich Meiser die Erntekrone. Foto: Frank Bertram

In diesem Jahr wurde von sieben landwirtschaftlichen Betrieben in Südniedersachsen gezielt für das Einbecker Brauhaus erstmals gemeinsam Sommerbraugerste angebaut. Im August sind insgesamt fast 800 Tonnen geerntet worden, die nun zu Braumalz für Einbecker Bier verarbeitet werden können. Noch liegt die Gerste in den Silos der Landwirte und wartet darauf, zur Mälzerei nach Schweinfurt gebracht zu werden.

Landwirt Heinrich Klingelhöfer aus Groß Lengden bei Göttingen mit seiner geernteten Braugerste. Foto: privat

Das Einbecker Brauhaus hatte anlässlich der abgeschlossenen Ernte die Landwirte zu einem „Erntefest“ nach Einbeck eingeladen. Bei dem Projekt „Regionale Braugerste“ engagieren sich die Landwirte Heinrich Klingelhöfer aus Groß Lengden bei Göttingen, Christoph von Breitenbuch aus Parensen und Dassel-Sievershausen, Henning und Bastian Meyer aus Katlenburg, Torsten Fröchtenicht aus Northeim-Hillerse, Markus Gerhardy aus Gieboldehausen sowie Armin Eggert und Siegbert Stieg aus Gleichen-Rittmarshausen.

Brauhaus-Marketingleiter Ingo Schrader erläuterte bei einem Rundgang durch die Brauerei: „Regionale Lebensmittel genießen hohes Vertrauen. Die regionale Herkunft ist, wenn es ums Essen und Trinken geht, für die Konsumenten noch wichtiger geworden. Diese Entwicklung greifen wir als Regionalbrauerei aktiv auf.“ Einbecker-Vorstand Martin Deutsch ergänzte: „Das regional verwurzelte Einbecker Brauhaus möchte zeigen, wo die Rohstoffe wachsen, die für Bier notwendig sind.“

Landwirt Christoph von Breitenbuch zieht ein positives Resümee: „Wir haben zum ersten Mal Sommerbraugerste angebaut. Die Hitzephase im Juli konnten die Getreidepflanzen nicht gut vertragen. Mit dem Ertrag sind wir aber dennoch zufrieden. Außerdem geht es uns ums Gesamtpaket.“ Darauf kommt es auch Markus Gerhardy an: „Das ist gelebte Regionalität“.

Mälzereigeschäftsführer Stephan Bergler: „Da hat sich eine tolle, aktive Gruppe von Landwirten gefunden. Mit der Qualität der Ernte und der Verarbeitungsfähigkeit der Braugerste können wir zufrieden sein.“ Und dabei sei es kein einfaches Jahr gewesen, nicht nur mit unterschiedlichem Erntewetter, sondern auch im Verlauf der Monate. Trotz der schwierigen Umstände und der durchaus differenzierten Ernte könne man in das Modell starten.

Beim „Erntefest“ im Brodhaus am Einbecker Marktplatz, dem ältesten Wirtshaus Niedersachsens, wurde passenderweise Gerstensuppe und Ochsenbraten mit Gerstenbratlingen zum Einbecker Bier gereicht.

Christoph Benseler, Technischer Leiter des Einbecker Brauhauses und Beiratsmitglied in der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des niedersächsischen Braugerstenanbaus und in der deutschen Braugerstengemeinschaft sowie Vorsitzender des Agrarausschusses des Deutschen Brauer-Bunds, möchte die Zusammenarbeit mit den Landwirten aus der Region weiter pflegen und intensivieren. Das sei eine sehr gute Kooperation, der Zusammenhalt unter den beteiligten Landwirten sei groß, alle lernten voneinander. Benseler: „Wir werden dieses Projekt weiterhin nach Kräften unterstützen.“ Brauhaus-Sprecher Ulrich Meiser ergänzte: „Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“

Die Braugerste-Landwirte trafen sich zum „Erntefest“ in Einbeck. Foto: Frank Bertram
Erntekrone aus Gerste. Foto: Frank Bertram
Gerstensuppe. Foto: Frank Bertram
Ochsenbraten mit Gerstenbratlingen. Foto: Frank Bertram
Bockbier-Tiramisu. Foto: Frank Bertram

50 Jahre Stammtisch „Zum goldenen E“

Jeden Montag treffen sie sich. Seit 50 Jahren jeden Montag. 18.000 Tage haben sie so schon gemeinsam verbracht, und das Brauherren Pils gehört immer dazu. Die Mitglieder des Stammtisches „Zum goldenen E“  aus Salzderhelden haben ihr goldenes Jubiläum jetzt unter freiem Himmel im Garten nachgeholt, nachdem am eigentlichen Termin im Febuar die Corona-Pandemie größeren Zusammenkünften noch einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. 1971 hatten sich auf Initiative der Einbecker Brauhaus AG und des damaligen Direktor Karl-Ernst Lenz Stammtische zum goldenen „E“, dem Markenzeichen der Brauerei, gebildet. Der Salzderheldener war Nummer 13. „Das war für uns eine Glückszahl“, sagt Mitglied Jörg Meister. Denn so lange und so regelmäßig wie der Salzderheldener Stammtisch gibt es keinen mehr der vor 50 Jahren initiierten Treffen.

Klaus Talke, Manfred Döllerer, Jürgen Kiehne, Klaus Haendel, Jörg Meister. Foto: Frank Bertram

Und die Stammtischbrüder sitzen montags nicht einfach so herum, scherzte Jörg Meister. Die Treffen seien dafür da, um Neuigkeiten untereinander auszutauschen, Probleme zu lösen und das Einbecker Bier zu genießen, das einst Martin Luther schon so lobte. Der schwarze Zylinder gehört immer dazu, seit 1993 gibt es als Kleidung für offizielle Anlässe dunkelgrüne Sakkos mit rot-silbern-gestreifer Krawatte.

Immer, wenn sich montags ab 18 Uhr der Stammtisch trifft (jeder der Teilnehmer hat seinen festen Stammplatz), gibt es etwas zu essen. Ein festes Ritual neben dem frisch gezapften Einbecker Brauherren Pils. Selbst zu Zeiten als es die Gastwirtschaft des ehemaligen Präsidenten Jürgen Dietrich (später Monika Voss) in Salzderhelden noch gab, durften die Stammtischbrüder ihr Essen mitbringen. Nach dem Schließen der Gastwirtschaft trifft sich der Stammtisch „Zum goldenen E“ im Gemeinschaftsraum im Bahnhof, zurzeit unter den aktuellen Corona-Bedingungen privat.

Dass der Stammtisch „Zum goldenen E“ zu Salzderhelden gehört, zeigen auch die Aktivitäten der Herren abseits der montäglichen Treffen. Die Stammtischfreunde sind bei allen Veranstaltungen im Flecken regelmäßig dabei, beteiligen sich an den Festen. Daneben unternehmen sie Fahrten in die nähere und weitere Umgebung. Zum Jubiläum gratulierten neben Vertreter der Salzderheldener Vereine auch Ortsbürgermeister Dirk Heitmüller. Der Stammtisch gehöre zum Ortsgeschehen dazu.

Präsident ist seit zehn Jahren Jürgen Kiehne, er ist neben Klaus Talke schon seit 50 Jahren seit der Gründung dabei. Die anderen Herren kamen später hinzu: Dieter Henniges, Albert Thormann, Manfred Döllerer, Klaus Haendel und Jörg Meister. Erst neu dabei sind Edgar Fried, der schon seit über zehn Jahren immer ein gern gesehener Gast war, und Dr. Reinhard Binder.

Welche Wünsche hat der Stammtisch? Jüngere Mitglieder sind gerne gesehen, sobald hoffentlich bald der Gemeinschaftsraum im Bahnhof für die wöchentlichen Treffen wieder nutzbar ist. Auf gezapftes Bier freuen sich alle, die der Einbecker Brauhaus AG für die jahrelange Begleitung danken. Und gesund und munter wollen alle bleiben, um sich montags treffen zu können. Am Stammtisch „Zum goldenen E“.

Jubiläumsfest im Garten bei Jörg Meister (r.). Foto: Frank Bertram
Die Gründungsurkunde vom 22. Februar 1971.
1971 initiierte die Brauerei die Stammtische „Zum goldenen E“.
Fotos von den ersten Treffen im Erinnerungsalbum.
Gruppenfotos aus vergangenen Jahren. Foto: Frank Bertram
Präsidentenwahl im Kreis, der Kandidat in der Mitten.

Hopfenfrucht-Präsentation bei der Volksbank

Da werden vermutlich einige Besucher der Volksbank in Einbeck überrascht sein, wenn sie dieser Tage ihre Bankfiliale betreten und eine Getränke-Präsentation mit Hopfenfrucht sehen, dem alkoholfreien Bier-Saft-Mischgetränk, die sie sonst eher aus Getränkemärkten kennen. Doch die Volksbank hat ihre Sonderfläche für Präsentationen schon Eulenfest-Autogewinnen oder Ausstellungen zur Verfügung gestellt, warum nicht auch einmal für eine Neukreation lokaler Unternehmen wie dem Einbecker Brauhaus und Beckers Bester, fragten sich die Verantwortlichen. Zumal die Genossenschaftsbank zurzeit mit ihrer Initiative „simply local“ durchstartet, die heimische Händler, Produzenten und Dienstleister unterstützen soll und regionale Produkte in den Vordergrund schieben will, wie Michael Pankalla von der Volksbank sagt.

Hopfenfrucht, im März 2020 auf den Markt gekommen als absolute Neuheit auf dem Getränkemarkt, ist immer noch einzigartig: Aus alkoholfreiem Bier des Einbecker Brauhauses und Direktsaft von Beckers Bester aus Lütgenrode entstehen die zwei Hopfenfrucht-Sorten Weiße Traube-Zitrone und Rote Traube-Holunder. Die beiden Brauhaus-Industriekaufmann-Auszubildenden Collin White und Linus Döring haben in den vergangenen Tagen die Kisten mit Hopfenfrucht in der Volksbank einladend aufgebaut – zufällig passend zum sommerlichen Grill, den die Volksbank zurzeit verlost. Und das Einladende bei den Getränkeflaschen ist durchaus wörtlich zu verstehen, denn die Flaschen stehen nicht nur zur Ansicht dort, sondern dürfen zum Probieren auch mal mitgenommen werden, wenn das Beratungsgespräch mit den Volksbank-Mitarbeitern beendet ist.

Ulrich Meiser, Collin White und Linus Döring vom Einbecker Brauhaus mit Michael Pankalla von der Volksbank in Einbeck an der Hopfenfrucht-Präsentation. Foto: Frank Bertram

Einbecker Bierpfad: Frisches Layout, zeitgemäße Inhalte und ein weiteres Fass

Der Einbecker Bierpfad, auf dem Interessierte bereits seit fast zwei Jahrzehnten die Biergeschichte quer durch die Innenstadt verfolgen können, ist überarbeitet worden. Ein frisches Layout, aktualisierte Inhalte und eine neue zusätzliche Fassstation sowie multimediale Inhalte beschert der Relaunch, der jetzt von Einbeck Tourismus präsentiert wurde.

Bierpfad-Markierung. Foto: Frank Bertram

Dank einer neuen Bierfass-Station beinhaltet die Tour nun acht Fässer und hat eine Länge von 2,5 Kilometer – sofern die Gäste an Fass 1 starten und zu diesem Fass am Ende wieder zurückkehren. Die neueste Station des Einbecker Bierpfads (Bierfass Nr. 7) befindet sich beim historischen Wasserkasten, in der Nähe des Diekturms, am südlichen Rand der Altstadt. An dieser Station geht es um den Mühlenkanal, das Krumme Wasser und die heimische Braugerste.

Passend zum Relaunch wurde ebenfalls ein aktualisiertes Faltblatt zur Tour herausgebracht (hier). Um einen Mehrwert zu schaffen, wurde der Pfad von Einbeck Tourismus multimedial konzipiert: Die Fässer sind mit QR-Codes ausgestattet, hinter denen sich weitere nützliche Informationen, passende Sehenswürdigkeiten und beispielsweise Audiospuren verbergen, die kleine Anekdoten erzählen.

Die Tour ist außerdem digital angelegt und kann auf der Website von Einbeck Tourismus unter der Sparte „Spazieren, Wandern, Laufen“ abgerufen werden. Dort können die GPX-Daten des Einbecker Bierpfads heruntergeladen werden, mit deren Hilfe die Strecke per Navigationsapp abgelaufen werden kann. Imgrunde muss man allerdings einfach den Bierfass-Symbolen folgen…

Präsentieren den aufgefrischten Bierpfad am neuen Bierfass (v.l.): Sigrid Krings, Elena Küchemann, Birgit Lampe, Albert Eggers, Ronja Gillmann und Ulrike Lauerwald. Foto: Stadt Einbeck
Die Symbol-Markierungen weisen den Pfad von Fass zu Fass.
Neues Fass an der Wasserüberquerung unweit des Diekturms. Foto: Frank Bertram
Bierpfad-Fass auf dem Stiftplatz. Foto: Frank Bertram

Wie aus genutztem Brauwasser neue Energie entstehen kann

Für einen Liter Bier braucht es gut vier Liter Wasser. Und wenn dann das gute Bier gebraut und abgefüllt ist, bleibt Wasser übrig und war bislang ungenutztes Abwasser. Rund 180.000 Kubikmeter fallen hier jährlich beim Einbecker Brauhaus an. Doch mit diesem genutzten Brauwasser lässt sich noch etwas anfangen. Die Einbecker Brauhaus AG will durch eine brauereieigene Biogasanlage ab dem nächsten Jahr rund 913 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Möglich macht das eine Biogasproduktion durch anaerobe Abwasseraufbereitung des Einbecker Start-up-Unternehmens FlexBio Technologie GmbH.

Für den Beitrag zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz investiert die Einbecker Brauhaus AG in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 1,5 Millionen Euro. Vorstand Martin Deutsch konnte jetzt von Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, einen Förderbescheid über 559.100 Euro in Empfang nehmen. Martin Deutsch dankte der Landesregierung und der N-Bank für die Förderung, die diese Investition besser kalkulierbar mache: „Durch die Nutzung von CO₂-neutraler Bioenergie senken wir unsere Energiekosten“, sagt Deutsch. „Mit der Biogasproduktion durch anaerobe Abwasseraufbereitung leisten wir zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz.“ Zum Beispiel verbessere sich der CO₂-Fußabdruck einer 20-er 0,33l-Kiste Einbecker Brauherren Pils durch das Projekt um ungefähr 112 Gramm.

Beim Einsatz vorhandener Biosubstrate zur Energieerzeugung wird aus organischem Material durch mikrobiellen Abbau der erneuerbare Energieträger Biogas gewonnen. Die Umwandlung in elektrische und thermische Energie im brauereieigenen Blockheizkraftwerk erfolgt CO₂-neutral, informierte das Brauhaus. Damit werde die Umwelt entlastet und fossile Energieträger werden geschont. Das Land Niedersachsen unterstützt mit dem Förderprogramm „Steigerung der betrieblichen Ressourcen- und Energieeffizienz 2.0“ Unternehmen bei nachhaltigen Vorhaben, die sie wegen wirtschaftlicher Folgen der Pandemie sonst nicht durchführen könnten. Frank Doods betont: „Die Reduktion von Treibhausgasen ist wichtiger denn je. Das förderfähige Projekt der Brauerei in Einbeck trägt nachhaltig dazu bei. Das verdient Unterstützung aus Hannover.“

Das Einbecker Brauhaus wird das Projekt zur Energieeinsparung in regionaler Kooperation mit der innovativen Start-up-Firma FlexBio Technologie GmbH verwirklichen. FlexBio wurde in Göttingen gegründet und ist seit kurzem in Einbeck ansässig. Geschäftsführer Paul Bauer: „Unser Anspruch ist die Technologieführerschaft im Bereich der Abwasserreinigung, Wasserrecycling und Rückgewinnung von Energie. Nicht nur in Bezug auf die deutsche Brauwirtschaft.“ Martin Deutsch ergänzt: „Bei dem Projekt werden wir bewusst mit Partnern aus unserer Region zusammenarbeiten. Darüber freuen uns sehr.“

Im Hintergrund die Brauerei, im Anhänger eine Muster-Anlage (v.l.): Paul Bauer, Geschäftsführer FlexBio Technologie GmbH, Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch, Staatssekretär Frank Doods, Christoph Benseler, Technischer Leiter Einbecker Brauhaus AG sowie Franziska Rust, Mitarbeiterin Einkauf Einbecker Brauhaus AG. Foto: Frank Bertram

Braugerste wächst im Medienfokus

Die im März in Südniedersachsen gesäte Braugerste wächst und gedeiht auf den regionalen Äckern. Nicht mehr allzu lange, dann steht die Ernte an. Derweil sorgt das Projekt Regionale Braugerste für überregionale Aufmerksamkeit. Jetzt hat die Fachzeitschaft „Land&Forst“ berichtet und das Thema gar auf die Titelseite gehoben.

Der stellvertretende Chefredakteur des Fachblattes für die Landwirtschaft, Werner Raupert, hat sich vor Ort darüber informiert, warum Einbecker Brauhaus AG und mehrere Landwirte die Braugerste erstmals in diesem Jahr auf Äckern der Region anbauen. In Friedrichshausen bei Sievershausen im Solling fand am Feldesrand ein ausführliches Recherchegespräch mit den Landwirten Christoph von Breitenbuch und Markus Gerhardy sowie den Brauhaus-Vertretern Martin Deutsch, Christoph Benseler und Ulrich Meiser statt.

„Land&Forst“ berichtet ausführlich, wie es zu dem Projekt gekommen ist. Und gegenüber der Fachzeitschrift verrät der Brauhaus-Vorstand das langfristige Ziel. Mit der regionalen Braugerste solle gezielt „Einbecker Brauherren Pils“ gebraut werden. Mittelfristig will die Einbecker Brauerei die Hälfte der benötigen Malzmenge in Südniedersachsen ernten lassen. Langfristig möchten die Brauer die komplette jährliche Braugerstenmenge von 10.000 bis 12.000 Tonnen von regionalen Äckern beziehen. Das aber sei noch Zukunftsmusik, sagten die Brauhaus-Mitarbeiter. Erst einmal sind alle gespannt auf die erste Ernte und den Ertrag, der in diesem Premiere-Jahr erzielt werden kann.

Der Bericht von „Land&Forst“ ist hier zu finden.

Werner Raupert von „Land & Forst“ im Gespräch mit (v.l.) Martin Deutsch, Jobst von Garmissen, Christoph Benseler, Markus Gerhardy, Ulrich Meiser und Christoph von Breitenbuch. Foto: Frank Bertram
Am Feldrand sprachen Brauhaus-Vertreter und beteiligte Landwirte mit „Land & Forst“. Foto: Frank Bertram

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