Zur Erntedankzeit 2025 will die Einbecker Brauhaus AG ein Fassbier mit besonders hohem Anteil an regionaler Braugerste präsentieren, das exklusiv für die heimische Gastronomie sowie für die Landwirte und ihre Freunde gebraut wird. Das kündigte das Unternehmen jetzt an, für das seit 2021 sieben Landwirte in Südniedersachsen auf ihren Feldern Braugerste für Einbecker Biere anbauen. „Das regionale Braugerste-Programm ist für uns der ideale Weg, um unsere Wertschätzung für die heimische Landwirtschaft auszudrücken“, sagt Brauhaus-Vorstand Marc Kerger. „Ein Herzensprojekt, welches unsere Unternehmenswerte widerspiegelt: Heimatverbundenheit, Zielstrebigkeit, Wertschätzung und Nachhaltigkeit.“

Um die regionale Wertschöpfung zu stärken und eine nachhaltige Lieferkette „vom Acker bis ins Glas“ zu sichern, hat das Brauhaus gezielt auf den regionalen Anbau von Braugerste gesetzt – eine Zusammenarbeit, von der sowohl die Brauerei als auch die Landwirte profitieren. Mit dieser Partnerschaft möchten die Einbecker Bierbrauer nicht nur die heimische Landwirtschaft wertschätzen, sondern sich auch eine Versorgung mit dem wertvollen Bier-Rohstoff Malz ohne lange Lieferwege sichern. „In Zeiten steigender Rohstoffpreise und der Sorge vor Lieferengpässen ist es für uns von enormer Bedeutung, unsere regionalen landwirtschaftlichen Partner zu stärken. So entsteht ein Win-Win: Abnahmegarantien zu fairen Preisen auf der einen Seite und eine gesicherte Beschaffung in einer Rohstoffqualität, die unseren hohen Ansprüchen entspricht, auf der anderen“, erklärt Christoph Benseler, der als Technischer Leiter der Brauerei auch Projektverantwortlicher für das Programm ist. Malz, neben Wasser und Hopfen dritter Bestandteil des Bieres, wird aus Gerste gewonnen.
Für den dauerhaften Erfolg einer Wertschöpfungs-Kooperation dieser Art sind Kommunikation und ein kontinuierlicher Austausch entscheidend, erklärte die Einbecker Brauhaus AG in einer Presseinformation. Regelmäßige Treffen zwischen den teilnehmenden Landwirten und der Brauerei sowie gemeinsame Veranstaltungen und Feste stärkten die Verbundenheit, heißt es. Um den landwirtschaftlichen Betrieben, die mit ihrer Arbeit und dem Kultivieren von Feldfrüchten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten, mehr Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit zu geben, werden im Zuge des regionalen Braugerste-Programms persönliche Interviews mit Fotos auf der Einbecker-Webseite hier veröffentlicht.
Lennart Neupert aus Nesselröden bei Duderstadt hat 2024 den 120 Hektar großen landwirtschaftlichen Betrieb seiner Schwiegereltern übernommen, der seit vier Generationen besteht. Er sagt über die jüngste Ernte: „Wir haben in diesem nassen Jahr sehr viel Glück gehabt, weil ich die Gerste binnen drei Tagen mit gutem, trockenem Wetter drillen konnte. Auch für das Dreschen haben wir den richtigen Termin gefunden. Wir mussten umdenken und erst die Sommergerste mähen, nicht den Weizen, der bislang die wichtigste Kultur im Betrieb war. Den Weizen können wir zur Not trocknen, Braugerste nicht, deswegen muss sie zum perfekten Zeitpunkt runter. Ob das in den nächsten Jahren mit der dreifachen Gerstenmenge auch so auf den Punkt klappt? Der Anspruch ist natürlich da!“
Den regionalen Braugerste-Anteil will das Einbecker Brauhaus durch das Anbauprogramm stabil halten und perspektivisch sogar weiter steigern. Zurzeit bauen sieben Landwirte auf zehn Feldern und rund 140 Hektar Fläche Braugerste an, was einer Ernte pro Jahr von 600 bis 800 Tonnen Sommerbraugerste entspricht, mit deren Malz sich 3,5 Millionen Liter Einbecker Bier produzieren lässt.
