Dass sie den Bierorden der Einbecker Karnevalsfreunde und der Brauerei erhalten wird, steht fest. Ob sie zuvor zur Königin der Dschungels gekrönt wird, hängt von den Zuschauern der RTL-Sendung „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ ab, welche seit heute wieder zwei Wochen lang Abend für Abend etliche Ekel-Prüfungen in die Wohnzimmer transportieren wird. … Weiterlesen Aus dem Dschungel in die Bütt
Bier und Fachwerk gehören in Einbeck seit altersher zusammen wie Hopfen und Malz. Nicht zuletzt die markanten Tordurchfahrten der Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert sind architektonische Zeugnisse einer Symbiose, sie waren Voraussetzungen für eine prosperierende Stadt, musste zum Brauen im Mittelalter doch die Sudpfanne durch eben diesen Torbogen. Eine lebendige und hochwertige Gastronomie mit Einbecker … Weiterlesen Bier und Fachwerk
Es gibt natürlich mehrere Orte in der Heimat guter Biere, an denen der Gerstensaft gelobt, gepriesen und genossen wird – Museen, Heimatstuben, schlaue Schaufenster… Gesammelt werden Gefäße und andere Gerätschaften wohl an ebenso vielen Orten, da dürften noch in einigen Party-Kellern und Gartenhäusern wahre Schätzchen warten. In der Bier-Abteilung des Stadtmuseums in Einbeck beispielsweise können … Weiterlesen Bier-Orte
Seit einigen Jahren brauen die Einbecker Gerstsaft-Experten pünktlich zum Fest der Feste das Beste: Die Brauhaus AG nennt das Einbecker Weihnachtsbier das „Festliche“. Erstklassige Rohstoffe in spezieller Rezeptur sorgen für seine bernsteinfarbene Optik, schwärmen die Braumeister. Kenner verwechseln das Saisonbier zu Weihnachten keinesfalls mit dem Einbecker Winterbock, der allerdings in verblüffend ähnlicher Etikettierung daherkommt. Doch … Weiterlesen Weihnachtsbier
Als 1969 ein Biertreck aus Einbeck auf einer historischen Strecke nach München rollte, war auch ein Bock dabei. Kein Bockbier, ein Ziegenbock. „Ator“ hieß das Tier, das zum Maskottchen des bis heute legendären Unternehmens Biertreck wurde. Die Bierwagen rollten, was eindrucksvoll ein dokumentierender Film zeigt. Und „Ator“, der Ziegenbock, soff kräftig mit. Nach einer Woche … Weiterlesen Ator mag Bier
Wilhelm Bendow, gemalt vom Einbecker Kunstmaler Kurt Hensel.
Die Pferde-Rennbahn-Frage „Wo laufen sie denn, wo laufen sie denn hin?“ gehört zu den Klassikern deutscher Unterhaltung – nicht zuletzt dank Loriot, der den ursprünglich 1926 von Wilhelm Bendow in seinem so unnachahmlichen Tonfall aufgenommenen Sketch als Zeichentrickfilm 1972 neu belebte. Was das mit Bier zu tun hat, noch dazu mit Einbecker Bier? Der Schauspieler und Kabarettist Wilhelm Bendow wurde als Wilhelm Emil Boden am 29. September 1884 in Einbeck geboren. Er war der Sohn des Brauereibesitzers August Friedrich Boden.
Durch die neue Gewerbeordnung von 1873 durfte es in einem Bezirk mehrere Brauereien geben. In Einbeck entstand damals ein zweites, privates Brauhaus neben der städtischen Brauerei. Nahe dem Mühlenkanal bei der Walkemühle bauten Hermann Domeier und Friedrich Boden ihre Bierbrauerei. Später war auf dem Areal der Pelz-Veredler Schmidt zu finden, heute sind alle Gebäude abgerissen, die Fläche ist aktuell unbebaut. Weiterlesen „Bendows Brauhaus“
Bier und Karneval? Das gehört selbstverständlich zusammen! Und Karneval gehört zu Einbeck wie das Bier. Zugeben, noch nicht so lange wie das Bier. Aber immerhin schon närrische 66 Jahre, seit dem Zweiten Weltkrieg ist Einbeck eine Karnevalsmetropole, manchmal geht’s hier rheinischer zu als am Rhein. Mit eigenem Slogan: Einbeck, Helaaf! Ein dreifach donnerndes. Seit 20 Jahren wird in Einbeck von der Gesellschaft der Karnevalsfreunde Einbeck und der Einbecker Brauhaus AG jährlich der Einbecker Bierorden verliehen – für besondere Verdienste um den Humor nicht nur in der fünften Jahreszeit.
Schauspielerin Rebecca Siemoneit-Barum erhält 2015 den Orden. Die 37-jährige Einbeckerin bekomme die Auszeichnung für ihre regionale Verbundenheit und ihren Sinn für Humor, erklärten Karnevalspräsident Albert Eggers und Brauhaus-Marketingleiter Ingo Schrader. Bereits ihr Vater, Zirkus-Legende Gerd Siemoneit-Barum, ist mit dem Bierorden ausgezeichnet worden. Rebecca Siemoneit-Barum ist die dritte Frau, die mit dem Bierorden geehrt wird.
Rebecca Siemoneit-Barum, hier beim Eulenfest in Einbeck 2014 mit Mallorca-König Jürgen Drews.
Der Termin der närrischen Verleihungsfeier richtet sich nach den Worten von Karnevalspräsident Albert Eggers nach dem Engagement Rebecca Siemoneit-Barums im RTL-Dschungelcamp. Je nachdem wie lange sie dort vertreten sei, werde ihr der Bierorden entweder am 5. Februar oder am 16. Februar im Alten Rathaus in Einbeck überreicht, sagte Eggers. Rebecca Siemoneit-Barum selbst hat bislang auch auf aktuelle Nachfrage nicht offiziell bestätigt, ob sie im Januar ins TV-Dschungelcamp einziehen wird. Auch RTL hat bis dato keine Dschungel-Namen offiziell bestätigt. Bislang berichtet lediglich die in diesen Fällen allerdings meist gut unterrichtete Bild-Zeitung über die Kandidaten für den Urwald.
Er ist prägendes Element auf dem Einbecker Marktplatz: der Eulenspiegel-Brunnen. Die Steinfigur blickt zum Rathaus – und den dort tagenden Ratsherren und Ratsfrauen sprichwörtlich auf die Finger. Traditionell verkleiden die frisch gebackenenen Abiturienten in jedem Jahr die Brunnenfigur – und wenn Deutschland Fußball-Weltmeister wird wie im Sommer 2014, dann darf sich der Till schon mal die schwarz-rot-goldene Fahne unter den Arm klemmen. Der Eulenspiegel-Brunnen gehört zu Einbeck wie das Bier.
Aber warum steht dieser Brunnen seit mehr als sieben Jahrzehnten dort? Und was hat das alles mit Bier zu tun?
Der norddeutsche Schalk Till Eulenspiegel, so geht die Legende, war einst Braugeselle in Einbeck. Er soll eines Tages seinen Schabernack mit seinem Herrn, dem Brauer, getrieben haben, als dieser wegen einer Hochzeitsfeier das Haus während des Brauvorganges verlassen musste: Till sollte den Hopfen sieden, der ja nun einmal zu einem guten Einbecker Bier gehört. Doch er nahm den Hund des Brauers namens Hopf, warf ihn in die Braupfanne und kochte das arme Tier, bis diesem das Fleisch von den Knochen fiel… Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt – dieses Sprichwort soll seinen Ursprung in dieser Eulenspiegelei haben.
Einer von insgesamt acht Steinen der Bier-Bannmeile steht bei Kuventhal. Foto: Einbecker Brauhaus AG
Sie stehen leicht verdeckt, versteckt am Straßenrand, und man muss schon sehr genau hinschauen, um sie zu erkennen. Die Gedenk-Stelen, die 1978 aufgestellt worden sind, erinnern an die Bannmeile rund um die Bierstadt Einbeck. Die Einbecker Brauhaus AG hat die acht Steine, jeweils postiert an den Standorten der ehemaligen Wachtürmen der Einbecker Landwehr, der Stadt Einbeck zum 600-jährigen Jubiläum in Erinnerung an den ersten Bier-Beleg geschenkt. Bei einem Bannmeilenmarsch wurden die acht Bannmeilen-Steine vom Rat der Stadt und von der Bevölkerung am 5. Mai 1979 besichtigt, so ist es im Archiv der Einbecker Brauerei notiert.
Hartmut Möllring (l.) und Walter Schmidt vor dem ersten Winterbock-Fass. Foto: Einbecker Brauhaus AG
Höchster Biergenuss auf 1141 Metern Höhe: Zum dritten Mal inzwischen haben die Einbecker Brauhaus AG und der Brockwirt zum offiziellen Anstich des neuen Jahrgangs des Einbecker Winterbock-Bieres eingeladen. Auf dem höchsten Berg Norddeutschlands, auf dem Brocken. Dort, wo sonst eher der Auerhahn sein Revier hat. Im Goethesaal der Brockenwirtschaft hat Hartmut Möllring (63), früher Finanzminister in Niedersachsen und heute Minister für Wirtschaft und Wissenschaft in Sachsen-Anhalt, zusammen mit Brauhaus-Vorstand Walter Schmidt den Winterbock angestochen. Das Fass hat erheblichen Widerstand geleistet, berichten Teilnehmer der Veranstaltung, und so ging der ein oder andere Tropfen Winterbock daneben… Zum Trinken soll aber noch ausreichend vom Stimmungsaufheller für die kalte Jahreszeit vorhanden gewesen sein… Mit 18,2 Prozent hat Einbecker Winterbock die höchste Stammwürze aller Einbecker Bockbiere und 7,5 Volumen-Prozent Alkohol.