Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

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Hopfenfrucht-Präsentation bei der Volksbank

Da werden vermutlich einige Besucher der Volksbank in Einbeck überrascht sein, wenn sie dieser Tage ihre Bankfiliale betreten und eine Getränke-Präsentation mit Hopfenfrucht sehen, dem alkoholfreien Bier-Saft-Mischgetränk, die sie sonst eher aus Getränkemärkten kennen. Doch die Volksbank hat ihre Sonderfläche für Präsentationen schon Eulenfest-Autogewinnen oder Ausstellungen zur Verfügung gestellt, warum nicht auch einmal für eine Neukreation lokaler Unternehmen wie dem Einbecker Brauhaus und Beckers Bester, fragten sich die Verantwortlichen. Zumal die Genossenschaftsbank zurzeit mit ihrer Initiative „simply local“ durchstartet, die heimische Händler, Produzenten und Dienstleister unterstützen soll und regionale Produkte in den Vordergrund schieben will, wie Michael Pankalla von der Volksbank sagt.

Hopfenfrucht, im März 2020 auf den Markt gekommen als absolute Neuheit auf dem Getränkemarkt, ist immer noch einzigartig: Aus alkoholfreiem Bier des Einbecker Brauhauses und Direktsaft von Beckers Bester aus Lütgenrode entstehen die zwei Hopfenfrucht-Sorten Weiße Traube-Zitrone und Rote Traube-Holunder. Die beiden Brauhaus-Industriekaufmann-Auszubildenden Collin White und Linus Döring haben in den vergangenen Tagen die Kisten mit Hopfenfrucht in der Volksbank einladend aufgebaut – zufällig passend zum sommerlichen Grill, den die Volksbank zurzeit verlost. Und das Einladende bei den Getränkeflaschen ist durchaus wörtlich zu verstehen, denn die Flaschen stehen nicht nur zur Ansicht dort, sondern dürfen zum Probieren auch mal mitgenommen werden, wenn das Beratungsgespräch mit den Volksbank-Mitarbeitern beendet ist.

Ulrich Meiser, Collin White und Linus Döring vom Einbecker Brauhaus mit Michael Pankalla von der Volksbank in Einbeck an der Hopfenfrucht-Präsentation. Foto: Frank Bertram

Einbecker ruft das Grilljahr 2021 aus

Was gehört zum Grillen? Natürlich ein Bier. Ein Einbecker Bier. Einbecker gehört zum Grillen wie der Pfeffer zum Steak, formuliert es das Einbecker Brauhaus, das 2021 zum Grilljahr ausruft. Das passt zum anhaltenden Trend, das Leben so gut es geht nach draußen zu verlagern und im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon alles passend für Grillsessions jeglicher Couleur einzurichten. Ab dem ersten Frühlingserwachen bis in den Goldenen Herbst will die Brauhaus AG das Grillbedürfnis befeuern.

Hinter den Kulissen der Videoproduktion für die Aktion „Bock auf Grillen“. (c) Einbecker Brauhaus AG

„Bock auf Grillen“ ist der Titel einer großen Marketing-Aktion, bei der die Kunden in den Getränkemärkten bei verschiedenen Prämienaktionen gewinnen können. Aber ebenso können unabhängig davon alle viel über das Grillen und das Grillen mit Bier lernen. Dafür präsentiert die Brauerei unter anderem Rezepte, die in kurzen Videos erläutert und gezeigt werden. Bereits online sind ein Mai-Urbock-Gulasch und eine Bier-Senf-Marinade. Weitere sollen im Jahresverlauf folgen. Denn jede Biersorte aus Einbeck gehört zum individuellen Grillerlebnis, das für viele längst ein Ganzjahreshobby geworden ist. Unterstützt wird das Brauhaus dabei von der Lagerfeuer-Kochschule Carsten Bothe und von den „Erzfreunden“ Göttingen.

Aktion im Getränkemarkt. (c) Einbecker Brauhaus AG
Motiv der Marketing-Aktion „Bock auf Grillen“. (c) Einbecker Brauhaus AG

Neuer Stadtführer über Einbeck erschienen

Es braucht lediglich drei Worte im neuen Einbeck-Stadtführer bis die Rede vom Bier ist. Natürlich. „Einbeck und Bier – das gehört zusammen“, beginnt der Text des 74-seitigen Heftes im kompakten Westentaschenformat. Denn selbstverständlich gibt es ein großes Bier-Kapitel in dem frisch erschienen Stadtführer, der sich an Besucher richtet und einen ersten komprimierten Überblick über Einbeck, seine Sehenswürdigkeiten und Geschichte geben will. Einbeck ohne Bier ist schlicht nicht denkbar, ihren Wohlstand haben viele Menschen in den vergangenen Jahrhunderten durch das Bier erreicht. Reichtum, mit dem sie nach dem Stadtbrand von 1540 ihre Häuser so schmücken konnten, wie das Fachwerk sie heute noch Touristen wie Einwohnern gleichermaßen zeigt.

Im Bier- und Brauerei-Kapitel geht es natürlich um die Kunst, gutes Bier zu brauen, wie das die Einbecker in den vergangenen Jahrhunderten bewerkstelligten, wie alles sich zur heutigen Brauerei entwickelte. Martin Luther als bester Bierbotschafter kommt zu Wort, und die Geschichte, wie die Einbecker den Münchenern das gescheite Bier brauen beigebracht haben.

Autor des Stadtführers ist Frank Bertram, der Betreiber dieses Blogs.

Das Heft (ISBN 978-3-9820743-7-5) ist in der Edition Wolf Larsen („Ich bin dann mal in…“) im Verlag Monumente und Menschen (Hamburg) erschienen. Erhältlich ist der Stadtführer im Fanshop des Einbecker Brauhauses, bei der Tourist-Information, im Stadtmuseum, im PS-Speicher, bei Thalia in Einbeck sowie in jeder guten Buchhandlung.

Den neuen Stadtführer gibt es auf Deutsch und Englisch.

Bierbrauen ist Kulturerbe

Bierfreunde haben es längst gewusst. Bierfreunde aus Einbeck, wo mehr als 600 Jahre Tradition belegt sind und die Wiege des Bockbiers steht, erst recht. Jetzt aber haben es die Bierbrauer schriftlich. Von höchster offizieller Stelle, von der Deutschen UNESCO-Kommission, beschlossen von der Kultusministerkonferenz der Länder und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Kanzleramt. Das handwerkliche Bierbrauen zählt zum Immateriellen Kulturerbe in Deutschland.

Die offizielle Urkunde soll im Juni überreicht werden, informiert der Deutsche Brauer-Bund. Er war einer von mehreren Antragstellern. Das Expertenkomitee der UNESCO würdigt das handwerkliche Bierbrauen, weil es sich in den vergangenen Jahren als „sehr wandlungsfähig“ erwiesen habe, unter anderem durch eine Renaissance des Haus- und Hobbybrauens. Positiv sei die Vernetzung der Brauer untereinander. „Vor allem die regionale Verwurzelung des Bierbrauens führt zu einer engen Bindung der Menschen, die durch gemeinschaftliche Rituale wie Feste, Stammtische sowie durch Vereine noch verstärkt wird“, heißt es vom Expertenkomitee.

„Das nachhaltige Handeln des Brauhandwerks, der aktive Austausch, die Experimentierfreude sowie die besondere Regionalität haben in Deutschland eine enorme Vielfalt an Bierstilen und Braustätten hervorgebracht, die das Land, seine Kultur und seine Feste prägen“, begründet die UNESCO-Kommission die Auszeichnung. Auf ihrer Website gibt sie einen Überblick über die Entwicklung und Ausprägung des Bierbrauens.

(c) Archiv Einbecker Brauhaus AG

(c) Archiv Einbecker Brauhaus AG

Einbecks Bester

Martin Deutsch (l.), Vorstand der Einbecker Brauhaus AG, und Sebastian Koeppel, geschäftsführender Gesellschafter der beckers bester GmbH, präsentieren das neue Produkt Hopfenfrucht. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Die Idee entstand auf dem Hoffest der Einbecker Brauerei. Dort war beckers bester vor Ort und präsentierte sein Sortiment Direktsäfte. Die Nachbarn probierten und experimentierten. Geboren wurde eine neue Getränkekategorie: der Saftler. Entstanden aus der Nachbarschaft zwischen dem Einbecker Brauhaus und beckers bester aus Lütgenrode ist sozusagen Einbecks Bester. Die Kombination aus alkoholfreiem Einbecker Bier 0,0 Prozent und 100 Prozent Direktsaft von beckers wird unter der Marke „HopfenFrucht“ ab dem 17. März im Handel sein, kündigten beide Unternehmen heute in Northeim an. Ursprünglich sollte die Präsentation in Hamburg bei der Fachmesse Internorga stattfinden, die jedoch abgesagt wurde.

Fast ein Jahr lang wurde ausgetüftelt, welche Kombination gut harmoniert, produzierbar und haltbar ist – und zwar ohne Chemie, Zuckerzusatz, Extrakte oder Konzentrate, denn das neue Getränk sollte natürlich bleiben. Das ist den Machern wichtig. Bei der Entstehung des neuen Produktes merkten die Mitarbeiter aus beiden Unternehmen: Es ist sehr schwierig, Direktsaft mit der aktiven Kohlensäure eines Bieres zu mischen, ohne den alles zusammen klebenden Zucker. Fast ein Jahr lang haben die Experten versucht, welche Sorten, welche Kombination gut harmoniert, produzierbar und haltbar ist. Dabei war ein Problem der Alkohol. Und zwar nicht der im Bier, sondern im Saft, denn in gutem Direktsaft kann sehr schnell natürlicher Alkohol entstehen.

„Der Geschmack ist nicht mit den üblichen Biermischgetränken vergleichbar“, erklärte Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch. „Daher sind wir überzeugt, dass HopfenFrucht eine neue erfolgreiche Getränkekategorie begründen wird.“ Sebastian Koeppel, geschäftsführender Gesellschafter von beckers bester, ergänzt: “Ich bin sehr beeindruckt, was unser Team gemeinsam mit den Einbeckern entwickelt hat. Die leichte Hopfennote harmoniert hervorragend mit dem Geschmack der Traube.“

Zunächst gibt es die zwei Sorten „Rote Traube + Holunder“ und „Weiße Traube + Zitrone“, weitere sind möglich. „HopfenFrucht“ wird es in der einzigartigen Einbecker 0,33-Liter-Flasche in der Gastronomie und im Handel zu kaufen geben. Die Flaschenform verwendet Einbecker seit 1851. Für „HopfenFrucht“ wurde diese Exklusivflasche erstmals aus Klarglas gefertigt.

Zwei Geschmacksrichtungen gibt es zunächst bei der Hopfenfrucht. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Bierordenträger dürfen das

Da ist das Ding: Sven Tietzer mit Einbecker Bierorden.

Bierordenträger dürfen das. Dürfen auch mal der närrischen Laudatorin dazwischen quatschen. Noch dazu wenn sie vom Fernsehen kommen und dort lockere Reportagen mit Menschen im Mittelpunkt zu ihrem Markenzeichen geworden sind. „Treckerfahrer dürfen das“ ist eines der aktuellen, bekanntesten Formate von Sven Tietzer. Trecker Brunhilde ist im Fernsehen rot. Und nicht wie ursprünglich gedacht grün. Warum, fragt der Fernsehmann die laudatierende Bürgermeisterin? „Das sendet sich so schlecht“, antwortet die schlagfertig. Der einstige Bluescreen, auf den sich im Fernsehen alles und jedes projizieren lässt, ist nämlich heute grün. Und deshalb ist ein grüner Trecker schlechter als ein knallroter. Sven Tietzer lobt die Bürgermeisterin. Wenn das im September nicht klappe, spielt der TV-Mann humorig auf die bevorstehende Bürgermeisterwahl in Einbeck am 13. September an, könne er ihr einen Job in seiner Produktionsfirma anbieten. Michalek: „Da werde ich fast schwach.“

Der NDR-Moderator Sven Tietzer ist mit dem zum 26. Mal vergebenen Einbecker Bierorden der Gesellschaft der Karnevalsfreunde und der Einbecker Brauhaus AG ausgezeichnet worden. Im Historischen Rathaus wurde dem im Vorharz lebenden 44-Jährigen die närrische Ehrung vom neuen Karnevalspräsidenten Henry Peter verliehen. Tietzer hat den Einbecker Bierorden für seine Verbundenheit mit dem Bier und für besondere Verdienste um den Humor nicht nur in der fünften Jahreszeit erhalten. Der Moderator bedankte sich mit einem launigen Dia-Vortrag, in dem er zeigte, dass bei seinen Freizeitaktivitäten das eine oder andere Bier durchaus dazu gehört.

Für den neuen Träger des Einbecker Bierordens hatte die Einbecker Brauerei extra das neue, naturtrübe Einbecker Radler schon abgefüllt und an diesem Abend zum Verkosten in einigen Flaschen ausgegeben. Ab kommende Woche ist das „Einbecker Natur Radler“ dann auch im Handel erhältlich. Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (CDU) lobte Sven Tietzer in ihrer Laudatio und durchleuchtete den TV-Journalisten auf seine Ordensfähigkeit. „Er liebt es, spontanes Fernsehen zu machen“, sagte Michalek. „Tietzer trampt“, „Tietzer reist“, „Treckerfahrer dürfen das“ oder „So ein Tag“ sind einige der NDR-Formate, für die der 44-Jährige bekannt ist. „Sven Tietzer ist ein unterhaltsamer, lockerer Typ mit einer großen Liebe zu Norddeutschland“, sagte Michalek. „Er ist ein echter Junge vom Dorf, geerdet, heimatverbunden und ein wenig nostalgisch, dabei ist er gleichzeitig kreativ und innovativ – und zudem noch als Braugehilfe zu gebrauchen“, spielte die Laudatorin auf seinen Einbeck-Besuch mit einem Kamerateam im Frühjahr an. Damals war der neue Bierordenträger zum Bierträger geworden, als er den Weg des Einbecker Bieres vom Brauhaus zum Brodhaus dokumentiert habe und dabei anpackend so manches 60-Kilo-Fass in den Keller wuchtete.

Prost, Einbecker Radler naturtrüb! Sven Tietzer schmeckte das neue Produkt.

Anstoßen mit dem neuen Radler naturtrüb, links Brauhaus-Vorstand Martin Deutsch.

Tietzers Dank an die „Prosecco Schwalben“ für ihre Hommage auf seine Sendungen.

Da ist die Kamera: Sven Tietzer mit Regieanweisungen beim traditionellen Gruppenfoto nach der Bierordenverleihung.

Einbecker ist mit dem Radler da

Sind mit dem Radler da: die Brauhaus-Mitarbeiterinnen Theresa Vorwig (l.) und Catharina Koch im PS-Speicher.

(c) Einbecker Brauhaus

Stilecht in der Fahrradabteilung des PS-Speichers präsentierte das Brauhaus heute sein neuestes Produkt: Einbecker ist mit dem Radler da. Und zwar mit einem absolut alkoholfreiem Radler. Das neue Mischgetränk enthält überhaupt keinen Alkohol und ist damit das Bier für die Mobilität. Damit unterscheidet es sich vom bereits (und auch weiterhin) erhältlichen Einbecker Radler. Das verwendete Pils-Bier wird bei der Neuheit so lange entalkoholisiert, bis es wirklich 0,0 Prozent ist. Weiterer Unterschied: Das neue Einbecker Radler alkoholfrei 0,0 % enthält keinen Süßstoff, sondern Zucker (und ist deshalb pasteurisiert). Und es ist in der original Einbecker Flasche zu kaufen, nicht in der Longneck-Flasche. Einbecker-Vorstand Martin Deutsch lobte die Hopfennote und das Zitronenaroma des neuen Getränks, das eine angenehme Süße habe und das ideale Sommergetränk sei: „Das Radler Alkoholfrei mit 100 Prozent Geschmack und 0,0 Prozent Alkohol ist die perfekte Erfrischung für alle, die auf Alkohol, aber nicht auf vollen Genuss verzichten möchten – die ideale Mischung aus Einbecker Alkoholfrei 0,0 Prozent und fruchtig-frischer Zitronenlimonade begeistert durch ihren vollmundigen und natürlichen Geschmack.“ Das neue Produkt ist ab sofort im Handel erhältlich, im Sechserträger genauso wie im 20-er Bierkasten. Leider könne man das neue Produkt durch Verzögerung bei den Anlagenherstellern erst jetzt im Spätsommer präsentieren, bedauerte Deutsch. Aber: Der nächste Sommer kommt bestimmt.

Zitronen gehören dazu: 50 Prozent alkoholfreies Bier und 50 Prozent Zitronenlimonade machen das Einbecker Radler alkoholfrei.

Schützenfest mit Bier aus dem „Stübchen“

Rainer Schoppe (l.) und Jürgen Koch mit dem Bier-„Stübchen“, mit „Schirm, Charme und Melone“, einer damals beliebten TV-Serie, und der Rosette am Revers in den Einbecker Stadtfarben rot-gelb. Foto: Hans-Werner Anhalt

Eines der schönsten, größten und aufwändigsten Schützenfeste, die Einbeck erlebt hat, fand vor 50 Jahren statt. Fünf Tage lang bei bestem Wetter feierten die Einbecker und ihre Gäste, berichtet Hans-Werner Anhalt (79), damals einer der Beteiligten beim Stadt- und Kreisschützenfest 1969 und Gründungs-Hauptmann des zwei Jahre zuvor gebildeten „Einbecker Bürgerkorps“. Als Geschenk der Einbecker Brauhaus AG erhielt damals das Bürgerkorps ein „Stübchen“ aus Holz, ein Krug mit 3,6375 Litern Inhalt. Einer der Höhepunkt des von der „Einbecker Schützengilde von 1457 e.V“ organisierten Schützenfestes war damals die Fahnenweihe für das Bürgerkorps. Im Zuge des Festes fand auch das Einbecker Fassrollen statt. Am Festsonntag damals wurde unter anderem auch die damalige (erste) Einbecker Bürgermeisterin Auguste Jünemann (SPD) von Spielmannszügen geweckt, bevor es nach der Fahnenweihe einen großen Festumzug durch Einbeck mit Ziel Tummelplatz (dort steht heute die BBS) gab. Das „Einbecker Bürgerkorps“ wurde Anfang des neuen Jahrtausends aufgelöst, die Fahne ins Stadtmuseum gegeben.

Hopfen im eigenen Garten

Haben ein Auge auf den Hopfengarten: die Brauer-Azubis der Einbecker Brauhaus AG.

Was braucht es für ein gescheites Einbecker Bier? Unter anderem natürlich Hopfen. Nun bekommt die Einbecker Brauerei ihren Hopfen zum Bier brauen natürlich in größeren Mengen. Aber um allen Besuchern einmal zu zeigen, wie eine Hopfenpflanze aussieht, hat das Unternehmen seit ein paar Wochen einen eigenen, kleinen Hopfengarten – passenderweise direkt vor dem Startpunkt zu den Brauereibesichtigungen. Hier kann den Gästen direkt an der wachsenden Pflanze erläutert werden, wie Hopfen beschaffen ist, wie er gedeiht, wie die Pflanze sich anfühlt, wie sie riecht: Bier brauen mit allen Sinnen sozusagen. Gepflegt werden die Hopfenpflanzen von den Brauer-Auszubildenden, die gemeinsam mit dem technischen Leiter Christoph Benseler ein wachsames Auge auf den Hopfen haben. Damit er wachse und gedeihe. Bereits vor zwei Jahren waren in Einbeck die ersten Innenstadt-Hopfenpflanzen am Möncheplatz gesetzt worden. Diese sind inzwischen gut empor gewachsen und zeigen jedem Innenstadt-Besucher, wie eine der wichtigsten Bierzutaten eigentlich aussieht.

Christoph Benseler wässert die Hopfenpflanzen.

Einbecker Bierordenträger ist „Botschafter des Bieres“

Julia Klöckner und Sigmar Gabriel. Foto: DBB/CHLietzmann

Sigmar Gabriel erzählt sie gerne, und er hat sie schon oft erzählt: die Geschichte, die ihn mit dem Einbecker Bier verbindet. Anfang der 1980-er Jahre hat der ehemalige Außenminister, Vizekanzler, SPD-Vorsitzende, Wirtschaftsminister und niedersächsische Ministerpräsident in den Semesterferien als Bierfahrer in der damaligen Niederlassung der Einbecker Brauerei in Goslar gearbeitet. 2001 wurde Sigmar Gabriel mit dem Einbecker Bierorden der Karnevalsfreunde und der Brauhaus AG ausgezeichnet. Damals war er noch Ministerpräsident in Niedersachsen. Jetzt, da er sich anschickt, der Politik komplett den Rücken zu kehren, ist der Goslarer zum Botschafter ernannt worden, zum „Botschafter des Bieres“ 2019. Damit ist er der erste Einbecker Bierordenträger, der quasi befördert worden ist. Das Botschafter-Amt hat Sigmar Gabriel beim Deutschen Brauertag in Berlin von einer Weinkönigin übernommen, von einer ehemaligen jedenfalls: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) war im vergangenen Jahr „Botschafterin des Bieres“.

Sigmar Gabriel sagte mit Blick auf die Auszeichnung laut einer Pressemitteilung des Deutschen Brauer-Bundes: „Als Niedersachse, dessen Heimat seit jeher für eine reiche Braukultur bekannt ist, fühle ich mich den Brauereien verbunden. Während meiner Studienzeit habe ich sogar einmal in einer Brauerei gearbeitet und konnte erstmals hinter die Kulissen des Brauhandwerks blicken. Ich freue mich, den Titel des Botschafters ein Jahr lang führen zu dürfen. Deutsche Brauereien stehen symbolhaft für Nachhaltigkeit, Tradition und Innovation. Sie pflegen nicht nur eine Jahrtausende alte Tradition des Bierbrauens, sondern stellen sich durch konsequente Modernisierung auf die Herausforderungen der Zukunft ein. Sie sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum, sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Handelspartner für Landwirte und andere Zulieferbranchen und stehen für eine weltweit einmalige Vielfalt von Bieren.“

Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) ernennt seit 2002 „Botschafter des Bieres“. Mit diesem Titel ehren die deutschen Brauer Menschen, die sich durch außergewöhnliches Engagement auszeichnen. Frühere Botschafter des Bieres waren die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (2018), Ministerpräsident Winfried Kretschmann (2017), Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert (2016), Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (2015), Grünen-Parteichef Cem Özdemir und die Moderatorin Sonya Kraus (2014), Bundeskanzleramtschef Peter Altmaier (2013), die Europaabgeordnete Renate Sommer (2012), die Moderatorin und Sängerin Ina Müller und Unionsfraktionschef Volker Kauder (2010/2011), die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (2009), Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (2008), der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (2007), der vormalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (2006), der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (2005), die Schauspielerin und Moderatorin Jessica Schwarz und der ehemalige Ministerpräsident Peter Müller (2004), die Moderatorin Barbara Schöneberger und der vormalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (2003) sowie Moderator Manuel Andrack und der ehemalige Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt (2002).

Sigmar Gabriel an der Würzpfanne im Sudhaus der Einbecker Brauhaus AG. Archivfoto

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