Einbecker Bierblog

Wissenswertes aus der Heimat guter Biere

Archiv für das Schlagwort “Bockbier”

Bierbegeisterung beim Bockbierneujahrsempfang

Zu Beginn des Bockbierjahres 2023 durfte beim Einbecker Neujahrsempfang natürlich in der Heimat guter Biere das Bockbier als beherrschendes Thema nicht fehlen. Die Veranstalter Einbeck Marketing und Stadt Einbeck hatten außer einem Balanceakt auf Bierflaschen auf ein Biertasting gesetzt. Biersommelière Jutta Knoll nahm die Herausforderung an, mit 250 Gästen ein Biertasting bzw. Foodpairing durchzuführen. Der ursprünglich angekündigte Biersommelier Hans Wächler musste kurzfristig absagen.

Und so war es an Jutta Knoll, Bierbegeisterung im Saal zu erzeugen. Ein wenig war es allerdings wie Eulen nach zu Athen tragen, denn die Allermeisten in der PS-Halle des PS-Speichers kannten die Bierhistorie des Einbecker Gerstensaftes gut, manche vermutlich sehr gut. Da waren Hinweise auf die älteste Rechnung 1378, den abgeworbenen Braumeister für München und Martin Luthers Lieblingsbier nicht notwendig zu erwähnen. Spannender wurde es, als die Sommelière die ausgewählten Einbecker Bockbiere zunächst auf der Bühne verkosten durfte, aber nur allein – und ihr 250 Menschen dabei zusahen. Gute Idee daher, sich zur Verkostung als Stellvertreter fürs Publikum jemanden auf die Bühne zu holen, es meldete sich der Einbecker Manfred Thebes.

Bierbegeisterung war bei der Biersommelière aus Bonn spürbar, auch die für Einbeck: „Es gibt beim Bockbier keine Stadt, die auch nur im entferntesten an Einbeck herankommt.“ Da wird kein Einbecker widersprechen. Nach dem „theoretischen Teil“ konnten die Besucher des Neujahrsempfangs dann bei Gelegenheiten zu Gesprächen die fünf Einbecker Bockbiere mit den dafür ausgewählten Speisen probieren.

Zur Wahl standen (neben Biertreber-Knäckebrot von „Backmal“ aus Einbeck-Sievershausen) mit den Erläuterungen der Bier-Fachfrau:

  • das Ainpöckisch 1378 Bockbier, das mit „Weper-Käse“ der Milchtankstelle Lutterbeck von Familie Pape eine schöne Harmonie eingeht. Die Bittere des Bieres und die leichte Bittere des Käses vereinigen sich.
  • das Einbecker Urbock Hell, das mit Lachsschinken der Einbecker Fleischerei Breitzke ein sensorisches Wechselspiel zwischen der Bittere des Bieres und der nussigen Note des Schinkens eingeht.
  • das Einbecker Urbock Dunkel, das mit Plantagen-Schokolade Trinidad 80 % der Peiner Firma Rausch an einen schönen Espresso mit sehr angenehm röstigen Noten erinnert.
  • das Einbecker Winterbock, das mit der Pfefferstracke der Fleischerei Breitzke einen besonderen Kick erzeugt. Die Süße des Bieres und die Würzigkeit des Pfeffers verbinden sich und klingen mit dem Salz sehr rund aus.
  • das frisch abgefüllte neue 2023er Einbecker Mai-Urbock, das mit Bockshornklee-Käse der Milchtankstelle Lutterbeck ein aufregendes Mundgefühl wie ein sonniger Frühlingstag ergab. Das Wechselspiel von sauer, bitter und süß ist spannend und dabei sehr harmonisch.
Foto: Frank Bertram
Biersommelière Jutta Knoll erläuterte, welche Speise gut zu welchem Einbecker Bockbier passt. Foto: Frank Bertram
Foto: Frank Bertram
Die Gläser standen nach dem Vortrag für die Gäste des Neujahrsempfangs bereit. Foto: Frank Bertram
Foto: Frank Bertram
Biersommelière Jutta Knoll beim Biertasting auf dem Bühne mit dem Einbecker Manfred Thebes. Foto: Frank Bertram

Prost, Einbecker! Bockbierjahr beerbt Blaudruckjahr

Aus Blaudruck wird Bockbier: Mit der offiziellen Übergabe zum nächsten Themenjahr heute auf dem Einbecker Weihnachtsmarkt hat das Bockbierjahr 2023 begonnen. Patricia Keil und Ingo Schrader zogen das Blaudrucktuch vom Bockbringer-Bierwagen, damit das Logo für das neue gemeinsame Themenjahr vieler Akteure erstmals sichtbar werden konnte. Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek wünschte sich, dass sich ganz viele Partner hinter dem neuen Jahres-Thema aus möglichst vielen gesellschaftlichen Organisationen und Gruppierungen versammeln.

Prost, Bockbierjahr! Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, des Brauhauses und des Blaudruckjahres haben mit dem ersten Glas Winterbock aus dem neuen Ur-Bock-Becher vor dem Historischen Rathaus angestoßen. Foto: Frank Bertram

Gemeinsam freuen sich alle Beteiligten des Bockbierjahres 2023 darauf, für die Einbecker Bürger und die Besucher der Stadt ein Jahr voller abwechslungsreicher Aktionen und Events zu gestalten und so ein weiteres Kulturgut Einbecks für viele Menschen erlebbar zu machen.

Patricia Keil dankte allen Beteiligten am Blaudruckjahr und hoffte, dass jeder Einbecker nach diesem Jahr mehr Blaudruck in seinem Herzen habe als vorher. „Wir brauchen Einbeck-Botschafter zu jedem Thema, das wir zelebrieren“, reichte sie den Staffelstab weiter an die Brauerei. „Wir werden uns Mühe geben, die Facetten des Bockbieres noch viel stärker erlebbar zu machen“, sagte Brauhaus-Sprecher Ulrich Meiser. Bier brauen ist wie Blaudruck immatrielles Weltkulturerbe der Unesco. Nach 384 Jahre Blaudruck ist die Tradition des Einbecker Bieres in der Stadt sogar mindestens doppelt so alt.

Eintauchen in die Geschichte, alte Traditionen erfahren, neue schaffen und so den Blick auf die identitätsstiftenden Merkmale Einbecks lenken – das ist das Ziel der Einbecker Themenjahre. Das Jahr 2023 wird ganz im Zeichen des Einbecker Bockbiers stehen. Zahlreiche Akteurinnen und Akteure haben sich zusammengetan, um gemeinsam mit einer großen Bandbreite an Veranstaltungen und weiteren Kulturangeboten rund ums Bockbier ganzjährig das wohl berühmteste Einbecker Kulturgut zu feiern. Jeder weiß es: Echtes Bockbier kommt aus Einbeck. Mit einem frisch gezapften Einbecker Winterbock aus dem neuen Einbecker „Ur-Bock-Becher“ haben die Verantwortlichen auf das kommende Bockbierjahr angestoßen.

Einbeck Tourismus wird anlässlich des Bockbierjahres ein neues Pauschalarrangement und eine neue Führung zum Thema anbieten. „Wir haben Bock“, sagte Ulrike Lauerwald, die auch für Tourismus zuständige Leiterin der Stabsstelle Public & Business Relations (PBR) der Stadt Einbeck. „Voller Spannung und Vorfreude blicken wir auf das Bockbierjahr 2023. Ganz besonders freue ich mich, dass jeder Gast mit seinem Besuch in der Stadt das Jahr zu etwas Besonderem machen wird.“

Wie schon im vergangenen Jahr beim Blaudruck, wird auch 2023 das Einbecker Themenjahr in die Veranstaltungen der Einbeck Marketing GmbH einfließen. „Das Bockbier steht im Fokus, die Besucher könne sich auf tolle Aktionen freuen“, verrät Rebecca Siemoneit-Barum, Geschäftsführerin Event- und Citymanagement der Einbeck Marketing GmbH. „Außerdem wird der Einbecker Eventkalender im Bockbierjahr einige Neuerungen und Überraschungen in petto haben“. So soll es beispielsweise die mit der Music-Night im September verbundenen „Bockbier Days“ geben.

Jeder ist eingeladen mitzuwirken und das Jahr aktiv mitzugestalten. Es wird einen Fotowettbewerb zum Thema Bier geben, im Laufe des Jahres wird eine Sammlung rund um Bier-Rezepte entstehen und wer möchte kann sich künstlerisch beim Basteln mit Einbecker Kronkorken auslassen.

Auch die Konzert- & Kulturfreunde Einbeck wollen das kommende Themenjahr wieder kulturell bereichern. „Es freut uns sehr, dass wir mit dem Cestnikjahr 2021 und dem Blaudruckjahr 2022 das Konzept der Einbecker Themenjahre in Einbeck erfolgreich einführen konnten“, erklärten Patricia und Martin Keil vom Verein Konzert- und Kulturfreunde Einbeck (KFE). „Funktioniert haben die Themenjahre vor allem aufgrund des fantastischen Zusammenspiels von vielen Einbecker Institutionen und Menschen. Auch das Bockbierjahr 2023 wird zeigen, was wir Einbecker gemeinsam zu leisten vermögen. Wir werden es mit kulturellen Aktionen und Events begeistert mitgestalten.“ Für den 30. März ist ein Konzert der Klavierakademie im Alten Sudhaus geplant. Ende August steht die Street-Art-Meile im Zeichen des Bockbieres.

Mehr zum #einbeckbockt Einbecker Bockbierjahr hier.

Logo des Bockbierjahres 2023.
„Die Marshmallows“ spielten zum Start des Bockbierjahres auf dem Weihnachtsmarkt auf. Foto: Frank Bertram

Becher ersetzt den Stutzen

Echtes Bockbier kommt aus Einbeck, und zwar seit 1851 in der einzigartigen Einbecker Exklusivflasche. Das ist nichts Neues. Nun gibt es für den Auftritt der Einbecker Bockbiere in der Gastronomie rechtzeitig vor dem Start zum Bockbierjahr 2023 eine Premiere: Der neue Einbecker „Ur-Bock-Becher“ betritt den Bierdeckel.

Die für die Sensorik ideale Gestaltung macht den Ur-Bock-Becher zum Lieblingsstück der Biersommeliers, teilt die Einbecker Brauhaus AG mit. Im bauchigen Körper können sich die vielfältigen Aromen optimal entfalten. Die nach oben etwas konisch verlaufende Form verhilft dem Bier nicht nur zu einer kompakten Schaumkrone, sondern bündelt außerdem die sensorischen Noten an der verjüngten Öffnung. Die bierspezifischen Aromen werden dadurch betont und können so besser durch die Nase wahrgenommen werden. Das Bier fließt direkt über den dünnwandigen Glasrand in den Gaumen, was die herben Aromen noch verstärkt. Der neue „Ur-Bock-Becher“ folgt dem „Ur-Bock-Stutzen“. Er ist ein hochwertiges Markenglas von RASTAL.

(c) Einbecker Brauhaus AG

„Beef & Beer“ in GDA-Seniorenresidenzen

Foodpairing vom Feinsten mit sorgsam ausgewählten Einbecker Bieren war jetzt bei GenussKultur-Events der GDA zu erleben: Die Küchenchefs dreier Premium-Seniorenresidenzen der GDA in Hannover, Göttingen und Goslar haben sich bei der Kreation eines Fünf-Gänge-Menüs übertroffen.

Foodpairing „Beef & Beer“ bei der GDA mit Bockbierbotschafter Ulrich Meiser (3.v.r.). Foto: Einbecker Brauhaus AG

Bei den gehobenen Imageveranstaltungen mit geladenen Gästen wird Dry Aged Special-Cut mit Einbecker Landbier Hell serviert, Einbecker Weihnachtsbier zum Ravioli mit feinem Gulasch aus der Oberschale gereicht und das Rinderfilet, Roastbeef und Flanksteak geschmacklich perfekt mit Einbecker Dunkel kombiniert. Moderator „DeDe“ Schulz, Biersommelier Thorsten Eikenberg und Bockbierbotschafter Ulrich Meiser führten die Gäste durch die Abende und weckten bei den Verkostungsrunden Neugier auf die Finessen des Einbecker Aged Bock und Einbecker Hanse-Bock.  

GDA (Gesellschaft für Dienste im Alter) ist ein Tochterunternehmen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Etwa 1700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich jeden Tag für das Wohlergehen der Bewohnerinnen und Bewohner an den zehn Standorten der GDA.

Genuss-Kultur bei GDA. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Blaudruckbierdeckel begegnen Bockbierdecken

Sei es auf Tischdecken, Kleidern, Shirts oder Bettzeug – der „Einbecker Biertreck“ wurde schon tausendfach gedruckt und ist ein überaus beliebtes Blaudruckmotiv. Amüsant verfeinert begegnet es Durstigen in der Gastronomie auf einer Edition Einbecker Bierdeckel: Ergänzt wurde mit einem Augenzwinkern der von Kindern auf Reisen oft zu hörende Satz „Sind wir bald daaaaa…!“ – hier allerdings in einer Sprechblase von einem wohl schon stundenlang marschierenden Einbecker Landknechte hervorgebracht. Als Jahresthema wird dem Blaudruck im kommenden Jahr ein weiteres mit der Stadt untrennbar verbundenes Handwerk folgen: die Braukunst. Die Vorbereitungen für das „Bockbierjahr 2023“ laufen bereits auf Hochtouren, berichten die Macher.

Ingo Schrader (l.) von der Einbecker Brauhaus AG, Patricia und Martin Keil vom Projektteam Blaudruckjahr. Foto: Konzert- und Kulturfreunde Einbeck

Um die Vorfreude auf das „Bockbierjahr 2023“ bereits jetzt zu entfachen, laden das Kulturteam des Blaudruckjahres 2022 und die Einbecker Brauhaus AG am Freitag, 26. August, zu einem ganz besonderen Abend ins „Druckerviertel“ ein, an dem sich in einem Blaudruckworkshop und einer Bockbierverkostung beide Handwerksformen begegnen sollen, wie es in einer Pressemitteilung der Konzert- und Kulturfreunde Einbeck heißt. Was hat das leckere Einbecker Bockbier mit dem kunstvollen Einbecker Blaudruck zu tun? Auf diese Frage gibt es viele passende Antworten. Einige davon können Workshop-Teilnehmer am 26. August erfahren. Los geht’s zunächst um 18 Uhr in der Druckerbande am Möncheplatz mit einer kurzen Begrüßung und einer Vorstellung des Abendprogramms rund ums Bockbier und den Blaudruck.

Der Blaudruck-Workshop wird dann in der Werkstatt des Einbecker Blaudruck am Möncheplatz in direkter Nachbarschaft der Druckerbande durchgeführt. Im Rahmen des Workshops können die vom letzten aktiven Einbecker Formstecher, Wilfried Hentschel, im Laufe des Blaudruckjahres produzierten neuen Model erstmalig zum Drucken verwendet werden. Diese sind wahre „Einbecker“: Hopfendolden, kleine Bierfässer und natürlich die berühmte Flaschensilouette des Einbecker Bieres können auf mitgebrachte Stoffstück gedruckt werden. Die im Workshop selbst bedruckten Stoffe werden dann Mitte September durch das Team des Einbecker Blaudrucks in waschechtem Flaschengrün gefärbt, sodass alle Workshopteilnehmer im Herbst exklusive Unikate für das Bockbierjahr besitzen werden. Der Kostenbeitrag für das Blaudrucken beträgt 30 Euro. Das mitgebrachte Kleidungsstück muss gewaschen und unbehandelt sein, heißt es in der Ankündigung.

Die Bockbierverkostung wird dann direkt im Anschluss an den Blaudruckworkshop gegen 19 Uhr und dann wieder in den Räumen der Druckerbande beginnen. Wer Lust hat, das vorhandene Wissen um das Einbecker Bockbier gehörig zu vertiefen und dabei auch seine Geschmacksnerven zu sensibilisieren, sollte nicht lange mit der Anmeldung warten. Ulrich Meiser von der Einbecker Brauhaus AG wird insgesamt zehn verschiedene Böcke persönlich vorstellen und dabei viele spannende Hintergründe rund um die Geschichte und die Produktion der verschiedenen Einbecker Bockbiere erläutern. Die Teilnehmer wandeln auf den Spuren des Reinheitsgebots, kosten die Vielfalt der Einbecker Bockbiere und werden am Ende der Verkostung ganz sicher viel Bock auf Einbecker haben.

Die Teilnehmerzahl für diesen Abend rund um den Blaudruck und das Bockbier ist begrenzt. Über Anmeldungen freuen sich die Konzert- und Kulturfreunde Einbeck als Organisatoren des Blaudruckjahres. Nähere Informationen zum Ablauf des Events werden unter www.druckerviertel.de/was-geht präsentiert. Anmeldungen unter blaudruckjahr@kfe.team

Die neuen, von Formstecher Wilfried Hentschel hergestellten Model. Foto: Konzert- und Kulturfreunde Einbeck

Limitierter Sondersud „Hanse-Bock“ vorgestellt

Er war zwar nicht der erste moderne Biertreck, aber derjenige, der die Hauptstadt der Hanse zum Ziel hatte: Vor 50 Jahren führte der „Hansebiertreck“ des Einbecker Brauhauses von Einbeck nach Lübeck, am 19. Mai 1972 erreichte er den Lübecker Marktplatz. Zur Erinnerung daran haben die Einbecker in diesem Jahr einen limitierten Sondersud, den „Hanse-Bock“, gebraut. Die Erstabfüllung erhielt der Lübecker Bürgermeister als Vormann der Städtehanse.

Sören Wolff vom Einbecker Brauhaus überreicht die Erstabfüllung an Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Im Gespräch mit dem Lübecker Bürgermeister Jan Lindenau hat der Einbecker Handelschef und Bockbierbotschafter Sören Wolff den „Hanse-Bock“ so beschrieben: „Der Einbecker Hanse-Bock ist ein helles naturtrübes Bockbier mit edlen Hopfenaromen, das Gaumen und Nase mit zitronig-frischer Note betört. Den wird es in diesem Jahr – und zwar nur in diesem Jahr – in vielen Städten in Nord- und Westdeutschland zum Probieren im neuen Open Basket geben.“ Wolff meint damit den offenen Sechserträger, in dem der Kunde den Inhalt gut sehen und die Flaschen leicht und einfach herausnehmen kann. Das naturtrübe Bockbier mit Aromahopfen veredelt ist eine aromatische Besonderheit mit feinen Zitrus- und Cassisnoten. Der Sondersud „Hanse-Bock“ hat eine Stammwürze von 16,3° GP und einen Alkoholgehalt von 6,6 % vol.

Die Erstabfüllung des „Hanse-Bock“ überreichte Sören Wolff in dieser Woche an Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau, der zugleich Vormann des Städtebundes „Die Hanse“ ist. „Wie im Mittelalter befindet sich der Mittelpunkt der Hanse im Lübecker Rathaus. Ich freue mich sehr, dass ich den Hanse-Bock persönlich im ehrwürdigen Audienzsaal an den Vormann der Hanse übergeben kann“, wird Wolff in einer Pressemitteilung der Hansestadt Lübeck zitiert.

Seit 1368 war Einbeck Mitglied der Hanse, zu dieser Zeit eine Wirtschaftsmacht im Nord- und Ostseeraum. Wolff überreichte Lindenau nicht nur das Bier, sondern auch symbolisch einen Datenstick mit dem Erklärfilm, den das Einbecker Brauhaus für den „Hanse-Bock“ produziert hat. „Die Kommunikation mit unseren Bierfans findet immer mehr in Social Media statt“. Das gab es bei der früheren Hanse noch nicht.

Youtube-Video der Einbecker Brauhaus AG zum „Hanse-Bock“

„Die Aufgaben der Hanse sind der lebendige Austausch der Mitgliedsstädte und die Pflege des gemeinsamen Kulturerbes“, sagte Lindenau. „Dazu gehört zweifellos auch das traditionelle Einbecker Bier. Ich danke der Einbecker Brauhaus AG für ihre Initiative.“ Der Städtebund „Die Hanse“ wurde 1980 in Zwolle neu gegründet und ist mit fast 200 Mitgliedsstädten in 16 europäischen Ländern eine der größten freiwilligen Städtegemeinschaften weltweit. Einmal pro Jahr kommen die Hansestädte der alten Tradition folgend auf dem Hansetag zusammen. Der 42. Internationale Hansetag findet in diesem Jahr vom 26. bis 29. Mai in Neuss statt. Einbeck ist nicht dabei.

Bierdeckel zum Hansebiertreck 1972. (c) Einbecker Brauhaus AG
Rückseite des Bierdeckels zum Hansebiertreck 1972. (c) Einbecker Brauhaus AG

Nachhaltig Naturpapier: Bockbiere in der Flasche jetzt mit neuer Ausstattung

Wenn die Bierflaschen mit Einbecker Mai-Urbock beim Kumpel anders aussehen als im eigenen Kühlschrank, dann muss nicht einer von beiden den vergangenen Jahrgang gut gelagert haben. Sondern dann war der Kumpel vielleicht später dran im Getränkemarkt, hat dafür aber schon die neue Ausstattung der Bierflaschen gekauft. Denn nachhaltig wie die Brauerei nun einmal ist, werden zunächst noch die bisherigen Etiketten aufgebraucht bis zum Relaunch. Das Einbecker Brauhaus AG kleidet im Frühling seine Bockbiere neu ein: Alle bekommen eine neue, zeitgemäßere und einheitliche Ausstattung. Start ist mit dem aktuellen Saison-Bockbier, dem Mai-Urbock. Es folgen in den nächsten Wochen die anderen Bierspezialitäten bis hin zum nächsten Winterbock.

Alle Etiketten werden nun auf Naturpapier statt auf aluminium-bedampftem Papier bedruckt; es gibt nur noch eine partielle Folienveredlung. Das Einbecker Brauhaus verzichtet außerdem auf die Flaschenhalsfolie aus Staniol. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Bockbieren wird durch die Kronkorken in Sortenfarbe differenziert.

Wie die Einbecker Brauhaus AG betont, bleibt der Inhalt der fünf verschiedenen Bockbiere unverändert. Die neue Ausstattung der Bockbiere ist nun aber nachhaltiger, weil die Etiketten kein Staniol und keine Aluminium-Komponente mehr enthalten.

(c) Einbecker Brauhaus AG
So bewirbt die Brauerei das neue Aussehen ihrer Bockbiere. (c) Einbecker Brauhaus AG

Der Durst nach der Kraft der Kultur

Der Durst ist groß. Der Durst nach leibhaftigen Kulturerlebnissen, nach Live-Konzerten, die nicht nur auf einem Bildschirm zu sehen sind. Sondern bei denen das Publikum die Kraft der Musik vor Ort direkt spürt. Im vergangenen Jahr war das neue Festival „Kulturkrafttage“ noch von der Pandemie ausgebremst worden. In diesem Jahr vom 18. bis 20. März aber wollen die Macher livehaftig in der PS-Halle in Einbeck durchstarten, Sprache und Musik verbinden und Begegnungen ermöglichen. Und dazu gehört natürlich das passende Einbecker Bier. In den eigens gelabelten Flaschen ist das Ainpöckisch 1378, der naturtrübe Bockbier-Genuss für die besonderen Anlässe. Auf dem Etikett die Wortverbindung Kulturkraft und Craft-Bier deutlich sichtbar. Und craft beer, handwerklich hergestelltes Bier, das gibt es in Einbeck schließlich schon seit 700 Jahren. „Einbecker Bier und die Kultur und die PS-Halle – das gehört einfach zusammen“, sagt die Künstlerische Leiterin der Kulturkrafttage, Julia Hansen, die sich gemeinsam mit Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek auf die Premieren-Veranstaltungen freut und den Möglichmachern dankt.

Vor dem Rathaus warben die Kulturkrafttage auf dem Wochenmarkt für die neue mehrtägige Kulturveranstaltung für ganz Südniedersachsen. Mit dabei das passende Kulturbier in Flaschen. Bei den „Kulturkrafttagen“ sind in der großen, mit leistungsfähiger Lüftungsanlage versehenen modernen Halle des Oldtimermuseums PS-Speicher verschiedene hochkarätige Künstler zu Gast in Einbeck. Pianist Martin Stadtfeld spielt zur Eröffnung am 18. März ein Solokonzert mit Werken von Georg Friedrich Händel, Johannes Brahms und Franz Schubert. Am 19. März geben sich zwei Tatort-Kommissare musikalisch die Klinke in die Hand: Nachmittags ist Charles Brauer mit dem Eliot-Quartett mit Texten unter anderem von Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn, Erich Fried, Ingeborg Bachmann und Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Joseph Haydn und Arvo Pärt zur „Blauen Stunde“ zu Gast. Abends spielen Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys „Rhythmus in Dosen – Das Jubiläumsprogramm!“. Im Rahmenprogramm wird es moderierte Bühnengespräche mit den Künstlern sowie die Ausstellung „Auftritt“ des Göttinger Fotografen Frank Stefan Kimmel mit großformatigen Fotos prominenter Künstler und Interviewtexten mit Einblicken zum Leben mit und auf der Bühne geben.

Die „Kulturkrafttage“ erreichen am 20. März mit der Matinee ihren Höhepunkt: Julia Hansen und Heikko Deutschmann improvisieren ohne Netz und doppelten Boden mit den Musikern Rhani Krija, Jörg Siebenhaar und Thomas Zander beim Programm „Das Buch Suleika – Goethe meets Jazz“. Nach Heine im Vorjahr kommt nun Dichterfürst Goethe zu Ehren.

„Wir freuen uns sehr darauf, in diesem Jahr tatsächlich mit Publikum vor Ort starten zu können“, sagt Julia Hansen. Sie erinnert noch einmal an den „Kulturkraftmoment“, den das ansonsten nicht stattfindende Festival dank vieler Unterstützer 2021 live streamen konnte. „Heine meets Jazz“ ist nach wie vor online und hat live und als Video zahlreiche Menschen weltweit erreicht, berührt und begeistert.

Karten für die „Kulturkrafttage“ gibt es hier. Bereits für 2021 gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit.

Kulturcraftbier: Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek und die Künstlerische Leiterin der Kulturkrafttage, Julia Hansen (r.), vor dem Einbecker Rathaus. Foto: Frank Bertram

Kräftig, süffig, malzig: neuer Einbecker Bockbier-Likör

Wenn dunkles Bockbier aus Einbeck auf echte Bourbon-Vanille und würzig-fruchtigen Cassia-Zimt trifft und eine Prise Gewürznelke hinzu kommt: Dann ist der neue Einbecker Bockbier-Likör im Glas, den die Weserbergland-Brennerei zusammen mit dem Einbecker Brauhaus kreiert hat.

Die Weserbergland-Brennerei von Sebastian Budde und die Einbecker Brauerei haben an dem neuen Einbecker Bockbier-Likör gemeinsam gearbeitet, der bisherige Winterbock-Likör war nicht mehr aktuell. Rezeptur, Geschmack und Design wurden nach fünf Jahren einem deutlich erkennbaren Relaunch unterzogen. Hergestellt wird das Produkt in der Weserbergland-Brennerei.

Weserbergland-Brennerei und Brauhaus AG sind Mitglieder im Regionalen Erzeugerverband Südniedersachsen. „Der neue Einbecker Bockbier-Likör ist ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit mit einem Hersteller aus unserer Region, mit dem es gemeinsam gelingt, die Wertschöpfung in der Region Südniedersachen zu halten“, sagt Brauereisprecher Ulrich Meiser.

Der Ausgangsstoff für den Bockbier-Manufaktur-Likör ist Einbecker „Ur-Bock Dunkel“. Dieser kräftig süffige und malzige dunkle Bock von den Erfindern des Bockbiers trifft „auf die betörende Opulenz der echten Bourbon Vanille und würzig-fruchtigen Cassia Zimt. Abgerundet durch eine kleine Prise Gewürznelke, ist er mit stattlichen 30% vol. ein Genuss für Liebhaber dunkler Einbecker Biere“, heißt es in der Produkt-Beschreibung.

Getrunken werden kann der Likör bei Zimmertemperatur in der kalten Jahreszeit. Oder gekühlt im Sommer. Denn der Einbecker Bockbier-Likör soll kein „Winter- oder Weihnachtsprodukt“ sein, sondern das ganze Jahr die Likörfreunde erfreuen.

„Der Likör wird, wie alle Produkte unseres Hauses, weder mit industriellen Aromen noch Farbstoffen gefertigt, sondern ist ein reines Produkt aus Bier, Zucker, hochreinem Alkohol und wirklich erlesenen Gewürzen“, sagt Sebastian Budde. „Der Unterschied in der Herstellung zu den bestehenden Bränden, die erst mühsam destilliert werden und dann mehrjährig zur Reifung auf Holzfässer kommen, ist beim Likör die fehlende Destillation“, beschreibt der Chef der Weserbergland-Brennerei. „Bei der Likörherstellung siedet das Bier ein zweites Mal im Kupferkessel, zusammen mit den feinen Gewürzen und dem Zucker, bevor es nach einer Filtration eine mehrmonatige dunkle und kühle Reife antritt.“ Für eine höhere Alkoholstärke vermählt Sebastian Budde mit seinen Team den Gewürzsud vor der Reife noch mit hochreinem Alkohol.

Die 350-ml-Flasche ist im Brauerei-Fanshop und in weiteren Verkaufsstellen in der Region, zum Beispiel bei der Einbecker Senfmühle oder im Klosterhof Brunshausen bei Bad Gandersheim erhältlich.

Hergestellt von der Weserbergland-Brauerei: Der neue Einbecker Bockbier-Likör. Foto: Einbecker Brauhaus AG

Audienz beim „Bierpapst“

Bierprobe im urigen Fass im Einbecker Urbockkeller: „Bierpapst“ Conrad Seidl.

Hoher Besuch im Einbecker Brauhaus: „Bierpapst“ Conrad Seidl war jetzt für Dreharbeiten in Einbeck unterwegs und dabei selbstverständlich auch in der Brauerei zu Gast. Der Österreicher produziert zurzeit eine neue, zweite Staffel seiner Reihe „Beer-tastic!“, die wahrscheinlich ab Frühjahr 2021 in Streamingdiensten zu sehen sein wird. Eine der 26-minütigen Folgen, komplett auf Englisch gedreht, wird dabei in der Heimat des Bockbieres spielen. Bier und Kunst ist das übergreifende Thema der Filme, Braukultur spielt dabei eine wichtige Rolle. Produziert wird die Staffel von „Magic Entertainment“ von Cornelia und Christian Machacek. In Einbeck unterwegs war Conrad Seidl mit Stadtführerin Marion Bartels, die als Dreh-Scout so manche unbekannte Plätze zeigen konnte. Im Stadtmuseum informierte sich der „Bierpapst“ unter anderem über das älteste Bierfass Deutschlands und erhielt Informationen von Museumspädagogin Dr. Imke Weichert. Für eine Szene kam auch der PS-Speicher ins Spiel, in dem Seidl mit einem Twin-Mercedes fahren durfte und dabei dachte, er würde wohl nach einem Bockbier doppelt sehen, hat das Fahrzeug doch zwei Motorhauben in entgegen gesetzte Richtungen. Im Urbockkeller der Brauerei stand dann schließlich eine Bockbier-Verkostung an. Der „Bierpapst“ testete sämtliche Bockbier-Sorten der Einbecker und hatte dabei sichtlich Spaß.

Conrad Seidl kam bei seinem Einbeck-Besuch während des Geschichtstreffens des Brauwesens im Oktober vergangenen Jahres auf den Einbecker-Geschmack. Wer über Bockbier einen Film macht, kommt um die Heimat des Bockbieres ja ohnehin nicht herum. Der 62-jährige Wiener arbeitet als Journalist beim „Standard“, hat mehr als 35 Jahre über Politik geschrieben. „Wer sich den ganzen Tag mit Politik befassen muss, braucht nachher ein Bier“, sagt Seidl. „Oder auch zwei. So habe ich gelernt, wie ein Biersommelier zu verkosten, wie ein Beerjudge zu beurteilen und wie ein Beerwriter über Brauereien und ihre Braukunst zu schreiben.“ Durch seine Beschäftigung mit dem Thema Bier und Braukultur vermarktet sich Seidl selbst als „Bierpapst“.

Im Sudhaus (v.l.): Kai Arnemann (Brauer), Conrad Seidl, Max Diebel (Brauer), Cornelia und Christian Machacek (Produktionsfirma). Foto: Einbecker Brauhaus AG

„Bierpapst“ Conrad Seidl mit Brauhaus-Sprecher Ulrich Meiser.

Bei den Dreharbeiten und der Bockbierprobe: „Bierpapst“ Conrad Seidl. Foto: Einbecker Brauhaus AG

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